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Mettmann: Vier Menschen verletzt

VON CHRISTOPH ZACHARIAS - zuletzt aktualisiert: 19.03.2010

Düsseldorf (RPO). Bei einem Brand in einem mehrgeschossigen Wohnhaus an der Schwarzbachstraße in Mettmann erleiden Bewohner Rauchvergiftungen. Ein Fernseher war implodiert und hatte das Feuer verursacht.

Die Wohnung einer 73-jährigen Seniorin ist zerstört. In der Ecke stand der Fernseher, der implodierte. Von ihm ist nur ein Schutthaufen übrig geblieben.   Foto: RPO
Die Wohnung einer 73-jährigen Seniorin ist zerstört. In der Ecke stand der Fernseher, der implodierte. Von ihm ist nur ein Schutthaufen übrig geblieben. Foto: RPO

Vier Menschen erlitten am Mittwochabend in Mettmann bei einem Brand in einem Wohnhaus an der Schwarzbachstraße Rauchvergiftungen und mussten ins Evangelische Krankenhaus eingeliefert werden.

Im dreigeschossigen Haus Nr. 16, mit insgesamt 15 Wohnungen, das sich hinter der Neanderthalpassage befindet, war in der Wohnung einer 73-jährigen Frau im zweiten Obergeschoß ein Zimmerbrand ausgebrochen. In dem Haus leben überwiegend ältere und zum Teil auch pflegebedürftige Senioren im so genannten "Betreuten Wohnen".

Nach Aussagen der 73-Jährigen hatte sie für das abendliche Fernsehprogramm ihren zehn Jahre alten Fernseher eingeschaltet, als dieser plötzlich ausging. Als die alte Dame ihn daraufhin wieder einschalten wollte, schlugen plötzlich offene Flammen aus der Rückwand des TV-Gerätes. Instinktiv handelte die Seniorin richtig. Sie zog den Stecker und unterbrach damit die Stromversorgung des Gerätes. Mit einer Decke versuchte sie dann auch die Flammen zu ersticken. Dies gelang ihr aber nicht, weil sich das Feuer bereits sehr schnell ausgebreitet hatte.

Info

30 Helfer im Einsatz

Die Mettmanner Feuerwehr war mit 30 Helfern und fünf Fahrzeugen am Einsatzort. Die Polizei hatte den Einsatzbereich abgesperrt, so dass die Feuerwehr gut das Wohnhaus über die Feuerwehr-Bewegungszone erreichen konnten.

Der neue Hubsteiger musste nicht eingesetzt werden, so Einsatzleiter Thomas Müller. Die Menschen konnten die Wohnungen unter Fluchthauben verlassen. Das Einsatz-Ende war gegen 22.30 Uhr.

Daraufhin verließ die Mettmannerin ihre Wohnung, um Nachbarn zu alarmieren und den Notruf zur Feuerwehr zu veranlassen, bevor man das Haus verließ. In der Aufregung blieb dabei aber die Eingangstüre der Wohnung geöffnet, so dass sich die in der Brandwohnung entstehende starke Rauchentwicklung über das Treppenhaus weiter ausbreiten konnte.

Die ersten Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei waren schnell am Brandort. Zahlreiche Feuerwehrleute hatten zeitgleich bei der Alarmierung bei der Bluesveranstaltung in der Feuerwache geholfen und konnten so direkt in die Einsatzfahrzeuge sprangen und zur Unglückstelle fahren.

Straßen gesperrt

Während die Polizei die Johannes-Flintrop-Straße und Schwarzbachstraße im Bereich Jubiläumsplatz zeitweise komplett sperrte, um die Einsatz- und Rettungswege der Feuerwehr freizumachen, gingen Rettungskräfte unter Atemschutz durch das stark verqualmte Treppenhaus. Das Haus wurde evakuiert. Mehrere Personen wurden mit Fluchthauben ins Freie gebracht, sieben Personen konnten in gesicherten Wohnungen verbleiben. Die Feuerwehr hatte den Brand schnell unter Kontrolle und gelöscht.

Vier Hausbewohner, darunter die Bewohnerin der Brandwohnung, wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Mettmanner und Haaner Krankenhaus gebracht. Zwei konnten die Kliniken nach ambulanter Behandlung wieder verlassen, zwei blieben vorsorglich im Krankenhaus und wurden weiter behandelt.

Treppenhaus verrußt

Nach erfolgreicher Brandbekämpfung und Zwangsbelüftung aller Räume konnten alle Wohnungen, mit Ausnahme der von der Polizei vorübergehend beschlagnahmten Brandwohnung, wieder bezogen werden. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen bestätigten einen technischen Defekt des Fernsehgerätes als Brandursache. Der insgesamt entstandene Sachschaden, der sich, mit Ausnahme starker Rußverschmutzung im Treppenhaus, nahezu ausschließlich auf die Brandwohnung beschränkt, beläuft sich nach ersten Schätzungen auf mindestens 15 000 Euro.

Quelle: RP

 
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