Mettmann: Wärmepumpe statt Gasbrenner
VON MANFRED MÜSCHENIG - zuletzt aktualisiert: 04.02.2011Düsseldorf (RPO). Durch gestiegene Rohstoffpreise macht sich die Wärmepumpe bezahlt, sagt Elektrotechnikermeister Rolf Dumschat. Außerdem zieht er die LED-Leuchte der Energiesparbirne vor. Sie soll langlebiger und nicht mit Quecksilber belastet sein.
Auf großes Interesse bei der Bevölkerung stießen kürzlich bei den Energietagen in der Stadthalle Mettmann die Angebote der Aussteller. Elektrotechnikermeister Rolf Dumschat konnte an seinem Stand viele Kontakte zu Besuchern knüpfen, die sich für die Installation einer Wärmepumpe als Alternative zu ihrer alten Heizung interessieren. Das sei nicht nur beim Neubau interessant, sondern es gebe auch gute Lösungen für die Umrüstung von Altbauten, wenn der Gas- oder Ölbrenner in die Jahre gekommen ist, meint Dumschat. Bereits seit sieben Jahren beschäftigt sich sein Betrieb intensiv mit der Wärmepumpe.
Technik ist 40 Jahre alt
"Eigentlich ist die Wärmepumpe ja nichts Neues, sie wird schon seit etwa 40 Jahren vermarktet", sagt der Elektromeister. Früher allerdings lohnte sich die Investition kaum, weil Gas und Öl billig waren. Das ist inzwischen anders, die Betriebskosten der Pumpe seien längst wesentlich günstiger. Bis minus 15 Grad schaffe die Wärmepumpe es alleine, die Wohnung zu beheizen und für Warmwasser in Haus zu sorgen. Sollten die Temperaturen einmal noch weiter sinken, stehe in jeder Wärmepumpe ein zweiter Wärmeerzeuger zur Verfügung. Meist sei es ein 8-kw-Durchlauferhitzer, der sich bei Bedarf zuschaltet. Dessen Kosten halten sich in Grenzen, weil solche extreme Temperaturen bislang nur selten vorkamen.
15 Jahre Fa. Dumschat
Seit 2007 befinden sich die Geschäftsräume der Firma Dumschat im Gewerbegebiet Mettmann-West an der Marie-Curie-Straße 15.
Acht Mitarbeiter ins in dem Unternehmen tätig, das vor 15 Jahren von Rolf Dumschat gegründet wurde. In der 120 qm großen Ausstellungshalle wird neben einigen Leuchtenmodellen und einem Ausstellungsblock mit Schaltern des Herstellers GIRA auch eine Wärmepumpe präsentiert.
Bei der Wärmepumpe, mit der Dumschat die 330 Qudratmeter seines Firmengebäudes an der Marie-Curie-Straße beheizt, seien für dieses Zusatzgerät in den letzten drei Jahren gerade mal 700 kw/h angefallen. Und bei so niedrigen Temperaturen brauche ja auch die konventionelle Heizung mehr Gas oder Öl als sonst, betont Dumschat. Bei den Wärmepumpen, die er in den letzten Jahren installiert hat, habe es bislang noch nicht einen einzigen Ausfall gegeben. Und die Betriebskosten lägen bei allen um mindestens 30 Prozent unter den früheren Kosten für Gas und Öl.
Lichtbänder im Kommen
Auch bei der Beleuchtung sehen Rolf Dumschat und sein Sohn Torsten für die Zukunft ein riesiges Energiesparpotenzial. Möglich sei dies durch die LED (Licht emittierende Dioden), die äußerst energieeffizient seien und es auf eine Lebensdauer bis zu 50 000 Stunden brächten. Bei den Energiesparlampen sieht er hingegen viele Probleme. Da sei zum einen die Quecksilberbelastung, weswegen die Birnen als Sondermüll entsorgt werden müssen. Dann seien die Lampen kälteempfindlich wegen des Gasaustauschs im Glaskolben. "Je kälter es ist, umso schlechter ist die Lichtausbeute", weiß der Fachmann. Bei der LED sei das ganz anders, die könne Kälte vertragen und produziere kaum Abwärme.
Blick ins Kortenhaus-Schaufenster
Wer sich ein Bild von der Leuchtkraft moderner LEDs machen möchte, sollte während der Dunkelheit einen Blick in die Schaufenster von Juwelier Kortenhaus an der Johannes-Flintrop-Straße werfen, rät Dumschat. Dort hat sein Betrieb die komplette Ausleuchtung mit LED-Lichtbändern vorgenommen. Zum einen sei es nun wesentlich kühler im Ladenlokal (die alten Lampen strahlten viel Wärme in den Raum ab), außerdem wurden dank LEDs die Betriebskosten für die Schaufensterbeleuchtung um 90 Prozent gesenkt.
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