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Mettmann: Warten auf Baugenehmigung

VON CHRISTOPH ZACHARIAS - zuletzt aktualisiert: 14.05.2008

Düsseldorf (RPO). Das Olympic-Sportcenter will kein Hotel, aber ein Gästehaus am Röttgen bauen.

Es sollen zwei große Center-Courts errichtet werden. Das Lärmschutzgutachten ist auf den Weg gebracht worden.
Alexey Meshkov (l.) und Sergey Fotin vom Olympic-Sportcenter in Mettmann stehen vor der großen Brachfläche an der Bollenhöhe. Auf diesem Grundstück sollen die Tennisplätze gebaut werden.  Foto: RPO
Alexey Meshkov (l.) und Sergey Fotin vom Olympic-Sportcenter in Mettmann stehen vor der großen Brachfläche an der Bollenhöhe. Auf diesem Grundstück sollen die Tennisplätze gebaut werden. Foto: RPO

Abgespeckt haben die Investoren ihre Planungen für das neue Tenniszentrum an der Bollenhöhe in Mettmann. Das ursprüngliche Vorhaben, zwischen dem ehemaligen ISI-Sportcenter und der Eisenbahnstrecke nach Hahnenfurth ein 200-Betten großes Hotel mit Fitnessbereich zu bauen, wird nicht weiter verfolgt. „Wir benötigen kein so großes Hotel“, sagt Sergey Fotin (19), seit zwei Monaten zuständig für das Olympic-Sportcenter an der Bollenhöhe.

Zwar wird kein großes Hotel errichtet, dafür aber ein kleineres Gästehaus mit 14 Zimmern für den internationalen Tennisnachwuchs. Allerdings erst im zweiten Bauabschnitt. Dieses Gästehaus soll direkt an das vorhandene Sportcenter gebaut werden. Von einer Dachterrasse aus haben Zuschauer die Möglichkeit, die Spiele im Außenbereich zu verfolgen.

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Parkplatzfrage

Die geplanten Turniere ziehen Zuschauer an. Auf dem großen Außengelände sind über 75 Parkplätze vorgesehen. „Wir arbeiten eng mit den Hotels in Mettmann zusammen und können so genügend Unterkünfte für Gäste und Tennisspieler zur Verfügung stellen“, sagt Fotin.

In den nächsten Wochen, so hofft Architekt Wolfgang Kluger, sollen die Bauarbeiten beginnen.

Internationale Talente

„Wir wollen ein anerkanntes Tennisleistungszentrum werden, an dem internationale Talente im Alter von 10 bis 18 Jahren von guten Trainern ausgebildet werden“, sagt Fotin. Die jungen Cracks bleiben über mehrere Wochen in Mettmann, leben hier, erhalten je nach Bedarf Deutschkurse oder besuchen eine Mettmanner Schule. Ursprünglich sollte Detlev Irmler, früherer Davis-Cup-Kapitän, Cheftrainer werden. „Diese Zusammenarbeit wird nicht weiter verfolgt“, sagte Fotin gestern.

Da das große Hotel in der Planung weggefallen ist, existiert zusätzlicher Raum für weitere Tennisplätze. Auf der rund 13300 Quadratmeter großen Fläche ist ein Center-Court für 4500 Zuschauer mit einer beweglichen Tribüne geplant. Ein zweiter Center-Court mit festen Tribünen – direkt daneben – kann 1000 Zuschauer fassen. Ergänzt wird die Außenanlage durch fünf Ascheplätze, die so konzipiert sind, dass DTB-Turniere dort ausgetragen werden können. Schließlich ist noch ein Hartplatz vorgesehen.

So sieht der Plan der Tennisanlage aus: Unten verläuft die Eisenbahnlinie. Der große Center-Court ist der Platz rechts unten, rechts der Erdwall zum Röttgen. Foto: RPO

Ursprünglich sollte das Bauprojekt Mitte diesen Jahres abgeschlossen sein. Doch der Zeitplan kam ins Rutschen. Das hat mehrere Gründe: Zunächst musste der Antrag für die Baugenehmigung verändert werden. Der soll, so Fotin, seit Anfang Mai im Rathaus liegen. Hinzu kam ein Lärmschutzgutachten. Denn die Riesenanlage grenzt an die Wohnhäuser der Siedlung Röttgen. Der beim Tennis entstehende Lärm soll jetzt mit einem drei Meter hohen Lärmschutzwall minimiert werden. „Wir können diesen Erdwall als Werbefläche mitverwenden“, sagt Fotin. Das zweite Standbein neben der Nachwuchsakademie sind Pläne, Veranstaltungen mit internationalen Stars nach Mettmann zu holen. „Es laufen Gespräche mit der internationalen Tennis-Vereinigung ATP, bald auch Turniere der höheren Kategorie zu veranstalten “, hieß es im Januar.

Quelle: RP

 
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