Wülfrath: Wasser – Quell des Lebens
VON R. MAIROSE-GUNDERMANN - zuletzt aktualisiert: 03.09.2007Düsseldorf (RPO). Der Eine-Welt-Tag auf dem Heumarkt macht die Bedeutung des Lebenselexiers deutlich. Ungleich auf der Welt verteilt ist das kostbare Nass immer häufiger Stoff für gewaltsame Konflikte.
Dem Lebenselexier Wasser widmete sich der Eine-Welt-Tag am Samstag auf dem Heumarkt. „Wasser nutzen zu können, ist ein Menschenrecht. Wasser wird als Ware gehandelt und ist immer häufiger Gegenstand gewaltsamer Konflikte.“ Terre des Hommes, die Velberter Arbeitsgruppe präsentierte sich erstmalig beim Eine-Welt-Tag in Wülfrath, befasste sich in der vorgestellten, noch druckfrischen Ausgabe seiner Zeitung mit Wasser. Ein glücklicher Zufall. Es zeigte auch, dass das Thema „Wasser“, das die Wülfrather Eine-Welt-Gruppen sich als Thema gesetzt hatten, von besonderer Aktualität ist.
„Wir sehen überall die Wichtigkeit des Wassers und seine ungleiche Verteilung. Selbst bei Überschwemmungen in einigen Ländern, Brandkatastrophen oder Dürre in anderen“, sagte der Sprecher der Eine-Welt-Gruppen, Pfarrer Klaus-Peter Rex.
„Wir sind eine Welt“
Der Leitgedanke über dem jährlich stattfindenden Aktionstag der Eine-Welt-Gruppen heißt in diesem Jahr: „Wir sind eine Welt.“
Zahlreiche Projekte wurden auf dem Heumarkt gezeigt. Hier eine Auswahl: Hilfen für Flüchtlingskinder, Deutschunterricht für Frauen in Asylbewerberheimen, Beistand bei Ausreise (INGA).
Zähne putzen, kochen, waschen
In kleinen Sing- und Spielszenen mit einem improvisierten Brunnen zeigten Kinder der Kindertagesstätte St. Maximin Düssel die vielseitige Verwendung von Wasser. Vom symbolischen Zähneputzen mit einer Riesenzahnbürste bis hin zum Spülen, Trinken, Kochen und Wäschewaschen. „Wasser war für mich immer ein Thema“, sagte Gastreferent Jean Pütz, als Wissenschaftsjournalist bekannt durch die Sendung, „Hobbythek“. In der Welt könne es nur Frieden geben, wenn wir dafür sorgten, dass es allen gut geht, dass alle genug Wasser bekommen. Er erinnerte an Ursprünge der Trockenheit in der Sahel Zone. „Das hat christliche Wurzeln. Wir haben eine Menge Dreck am Stecken.“ Er wies auf das Wasserproblem in Palästina und die Austrocknung des See Genezareth hin, mahnte, dass für den Nil die Gefahr bestehe, zum Nutzfluss zu werden.
An einigen Ständen konnte man Wasser aus den jeweiligen Ländern kosten, außerdem auch Wülfrather Wasser von den Stadtwerken. Bei der Friedensinitiative Inga, die einen palästinensischen Kindergarten unterstützt, gab es Wasser aus Israel. „Palästina bekommt sein Wasser aus Israel“ erklärte Vorsitzende Patricia Karbe. Ein Vertreter von der Ein Gedi Wasserfabrik, Amikam, schickte per Post zwei Flaschen Wasser. Schüler der Realschule und des Gymnasiums trugen zudem einen Wettkampf aus, wer in 90 Sekunden mit Esslöffeln das meiste Wasser aus einer Wanne schöpft. Der Punkt ging an die Realschule. Die Sängerinnen Katy Sedna und Vicky aus Togo sorgten für internationale Klänge. Bürgermeisterin Barbara Lorenz-Allendorff sprach ein Grußwort.
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