Mettmann: Wie Filmdiven und Popstars
VON STEPHANIE JOSST - zuletzt aktualisiert: 16.09.2006Düsseldorf (RPO). Im Mettmanner Haus des Handwerks präsentierten die Friseure den Modetrend für Herbst und Winter.
Erinnerung an Stars der 60er und 70er mit Glamour und Luxus. Puristische Kurzschnitte und barocke Lockenpracht.Erlaubt ist was gefällt. Die Frisurenmode für Herbst und Winter greift auf längst vergangene Zeiten zurück. Barocke Wellen- und Lockenpracht für eine starke Weiblichkeit, feminine Kurzhaarschnitte sowie moderne Varianten des Pilzkopfes sind so angesagt wie nie. Ganz nach dem Vorbild der Filmdiven, Popstars und Models der 60er und 70er Jahre wie Audrey Hepburn, Twiggy und den Beatles.
„Die damaligen Cuts sind im Zeitgeist interpretiert worden, erklärte Friseurmeister Wolfgang Mohns aus Langenfeld. Er setzt vor allem auf Trends aus den klassischen Modeländern Italien und Frankreich. „Aber auf Deutschland holt kräftig auf.“ Haarstylisten und Models der Friseurinnung des Kreises präsentierten im Mettmanner Haus des Handwerks die neuen Haartrends. „Gerade Schnitte prägen die Mode“, erklärte Paquale del Buono, dessen Model Hakan Yalcinkaya eine längere Variante des Pilzschnittes mit blonden Strähnchen im sonst schwarzen Haar präsentierte. Den Frauen bietet sich eine große Bandbreite an Frisuren mit modernem Glam-Rock barocker Opulenz oder femininen Garcon-Schnitten. Kurzhaarschnitte mit kompaktem Deckhaar, rund geschnittenem Pony, starken Koteletten, toupiertem Ober- und Hinterkopf sind absolut „in“.
Mode ist Inspiration
Aktuelle Haarmode passt nicht auf jeden Kopf, sagt Friseur Wolfgang Mohns. Den Friseuren sind die Vorschläge Inspiration.
„Es gibt keine Uniformen. Jeder Mensch verkörpert eine eigene Persönlichkeit.“ Deshalb sei es beispielsweise Quatsch, sich die „selbe Frisur wie ein bestimmtes Model schneiden zu lassen.“
Hierbei werde die androgyne Ästhetik durch weiche Linien gebrochen und biete viele moderne Stylingmöglichkeiten. In seiner glatten Version wirke der knabenhafte Schnitt puristisch, markant, mädchenhaft und mondän zugleich. „Für Frauen mit langer Mähne sind barocke Formen mit schwingenden Linien oder Bewegung sowie der Glamour der 70er Jahre à la Farah Fawcett die Stichwörter“, erklärt der Zentralverband des deutschen Friseurhandwerks. Als fließende Haarpracht mit voluminösem Oberkopf oder als ein Mix aus Wellen und Locken, mal wild, mal elegant gestylt. So zeige sich Glamour und Luxus auf sinnliche Art.
Hochsteckfrisuren mit gelöster Haarlocke wirken klassisch und apart. Farblich liegen warme Erdtöne wie Nougatbraun, Kupferblond sowie goldene Rosenholztöne im Trend. Das Make-up setzt auf Glamour – hinreißend, auffällig und schick. Die Augen werden mit tiefschwarzer Wimperntusche, dunklem Kajal und Blautönen betont für garantierte „Smokey-Eyes“.
Bei den Männern rockt der Pilzkopf im Zeitgeist des modernen Brit-Pops. Mal länger mit breiten und fransigen Koteletten, mal kurz mit schmalen Seitenpartien, ganz wie es individuell gefällt. Der Oberkopf wird dazu partienweise aufgehellt, die Ansätze hingegen dunkler coloriert. Generell favorisiert die Herrenmode keine exakten Schnitte, im Gegensatz zu den Damenfrisuren.
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