Mettmann: Wir brauchen Äcker und Weiden
zuletzt aktualisiert: 11.10.2008Düsseldorf (RPO). Die Finanzierung der Kommunalhaushalte über Gewerbe- und Einkommenssteuer treibt die Bürgermeister an, Gewerbegebiete auszuweisen und neue Unternehmen anzusiedeln oder vorhandenen die Chance zur Ausweitung zu geben. Die Bürger brauchen Arbeitsplätze und wollen Wohnen, Güter und Menschen rollen über Straßen oder auf Schienensträngen. Gewerbe-, Wohnungs- und Bau von Verkehrswegen sind unverzichtbar. Das steht außer Frage. Die ohnehin wenigen naturbelassenen Flächen sollten erhalten bleiben und auch entwickelt werden, um Arten zu schützen. Die Landwirtschaft droht dabei unter die Räder zu kommen. Denn die wenigsten Arbeitskräfte sitzen auf einem Trecker oder misten Ställe aus. Und Gewerbesteuer zahlen Landwirte schon mal gar nicht. Landwirtschaft ist für Bürgermeister uninteressant. Aber wir brauchen Getreide und Kartoffeln, Kühe, Schweine und Hühner. Das neigen wir zu vergessen in einer Zeit, in der Flugzeuge zu jeder Jahreszeit die exotischsten Früchte aus allen Teilen der Welt einfliegen. JÜRGEN FISCHER

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