Erkrath: Zentralabitur: Abgerechnet wird später
VON OLIVER WIEGAND - zuletzt aktualisiert: 03.04.2007Düsseldorf (RPO). „Oh Gott, das haben wir doch gar nicht geübt. Wie soll ich das denn nun schaffen“ – solche Sprüche von Schülern hat Schulleiter Dieter Smolka vom Gymnasium Hochdahl in der vergangenen Woche nicht gehört. Zum ersten Mal hatten in ganz Nordrhein-Westfalen die Schüler die gleichen Aufgaben zu lösen. Zentralabitur heißt das Zauberwort, Ziel ist es, alle Schüler auf einen ungefähr gleichen Wissensstand zu bringen.
Vergleichbarkeit steht im Vordergrund und verglichen werden schon seit Jahren nicht nur Schulen wie etwa bei den Lernstandserhebungen, sondern auch ganze Bundesländer. Trotzdem – die Geschichte, die bayerischen Schüler hätten schon seit Jahren ein höherwertiges Abitur als Schüler aus Nordrhein-Westfalen, mag Smolka gar nicht gerne hören. „Wir haben hier seit Jahren ein konstant hohes Leistungsniveau“, sagt der Direktor, der bis zum vergangenen Jahr noch selbst die Abitur-Aufgaben für seinen Englisch-Leistungskurs einreichte. In diesem Jahr erhielt er die Aufgaben von einer Kommission und kannte den Inhalt bis zu 24 Stunden vorher nicht. „Große Überraschungen gab es aber nicht“, sagt Smolka. Auch wenn es vom Schulministerium noch nicht so propagiert werde, ist er sich sicher, dass die Ergebnisse in der Zukunft auch bestimmten Schulen zugeordnet werden können. „Dann wird ja jeder sehen, auf welchem Stand wir sind“.
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