Mettmann: Zipfelmützen gestohlen Von den meisten wird spätere Öffnung begrüßt
VON CHRISTOPH ZACHARIAS - zuletzt aktualisiert: 07.12.2007Düsseldorf (RPO). Jede Menge Weihnachtsmann-Zipfelmützen sind verschwunden. Die roten Mützen waren als schmückendes Element an die Blotschenmarkt-Buden getackert worden. Und jetzt sind etliche entwendet worden. Da hatte auch die Nachtwache keine Chance: Bei fünf Zugängen zum Markt können nicht alle Buden jederzeit im Auge behalten werden, räumt Hans-Joachim Höfken ein, der Nachtwache schiebt auf dem Blotschenmarkt. Einige der Mützen hat er bereits wiedergefunden. Sie waren einfach in der Nähe des Marktes achtlos in die Ecke geworfen worden. Für Peter Ratajczak ist das kein Dummerjungenstreich mehr. Er setzt eine Belohnung von 100 Euro für Hinweise aus, die zur Ermittlung der Täter führen.
Mettmann Die Standbetreiber auf dem Blotschenmarkt können einem schon leidtun. Gestern nachmittag goss es wie aus Kübeln. Nur wenige Besucher fanden den Weg zum Blotschenmarkt. Doch auch hier herrscht das Prinzip Hoffnung: „Wir hoffen auf das Wochenende und auf die nächste Woche“, sagte Blotschenmarkt-Chef Peter Ratajczak. Er ist angesichts des schlechten Wetters froh, dass der Weihnachtsmarkt in diesem Jahr über drei Wochenenenden läuft. „Wäre er am Sonntag bereits zu Ende, würden die Umsätze schlechter ausfallen.“
Punsch erst am Abend
Mit den veränderten Öffnungszeiten (Beginn während der Woche ab 16 Uhr) können sich die meisten Budenbetreiber anfreunden. Heinz Wiederhut vom THC weiß aus vielen früheren Blotschenmarktzeiten, dass in der Woche erst am Abend Punsch und Glühwein getrunken wird. „In den Nachmittagsstunden war früher nichts los.“ Ähnlich äußert sich Mehmet Sencan vom „Perlenzauber“. „Die Besucher, die Kunstgewerbe kaufen, kommen erst am Abend. Die Entscheidung, ab 16 Uhr zu öffnen war richtig.“ Das sieht Rudolf Tiedermann am Stand der „Aulen Mettmanner“ anders: „Wir haben deutlich weniger Grünkohl als früher verkauft. Das liegt nicht nur am schlechten Wetter, sondern auch daran, dass die Möglichkeit, mittags auf dem Blotschenmarkt zu essen wochentags weggefallen ist.“ Gleicher Tenor beim Stand vom GF-Werkschor.
Die Besucher des Blotschenmarktes beurteilen die veränderten Öffnungszeiten unterschiedlich: „Für uns als Schüler und Studenten ist es schöner, dass der Markt erst nachmittags öffnet“, sagt Michael Tesche. Mitarbeiter aus den Büros würden hingegen gerne ihr Mittagessen auf dem Markt einnehmen.
Fest steht, dass der Blotschenmarkt seine besondere Atmosphäre erst am Abend richtig entfalten kann. Die wunderschöne Beleuchtung und die vielen Fichten und Tannenbäume machen den Markt zu einem der schönsten und gemütlichsten in der Region. Und der Glühwein schmeckt dann erst richtig gut.
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