Erkrath: Zwischen den Gleisen geht es rund
zuletzt aktualisiert: 03.01.2011Düsseldorf (RPO). Der Lokschuppen nimmt 2011 erstmals an der Nacht der Museen teil. Darüber hinaus wird dort eine historische Bahnsteighalle aufgebaut. Der Bahnübergang an der Hildener Straße wird in diesem Jahr geschlossen, so Vorsitzender und Bahnsprecher Udo Kampschulte.
Der Lokschuppen hat im Jahr 2011 viel vor. Auf dem Gelände am Hochdahler Ziegeleiweg soll eine vom Bahnhof in Köln Porz abgebaute Historische Bahnsteighalle wieder aufgestellt werden. Dazu kommt ein Holzdach. Darüber hinaus wird am Hochdahler S-Bahnhof der Bahnübergang wegfallen und eine neue Rampe gebaut.
Haben Sie endlich die Baugenehmigung und wann geht es los?
Kampschulte Der aktuelle Stand des Projekts Bahnsteighalle, das wir zusammen mit dem Grundstückseigentümer Gottfried Bander durchführen, ist eine positive Bauvoranfrage. Wir erwarten täglich die Baugenehmigung, um sofort bei offener Witterung loslegen zu können. Das Ganze wird zusammen mit einem kleinen Gebäude eine weitere Aufwertung der Kultureinrichtung Lokschuppen ergeben.
Als Ergänzung ist ja die Umsiedlung der Um-Lenkrolle vom Hochdahler S-Bahnhof geplant. Wie weit sind sie da gekommen?
Kampschulte Das Denkmal Um-Lenkrolle mit Radkasten gehört dem Museumsverein und alle erforderlichen Genehmigungen, es zu versetzen, liegen uns schriftlich vor. Wir warten zurzeit die Planungen der DB AG und des Masterplans Neanderthal ab, um dann über einen neuen Standort zu entscheiden.
Auf was können sich die Besucher des Lokschuppens in diesem Jahr besonders freuen?
Kampschulte Die Saison 2011 wird zurzeit von uns vorbereitet und bietet mit zwei neuen Spielzeugmärkten eine weitere Attraktion. Das Museum eröffnet am Ostersonntag wieder seine Tore. Für die Nacht der Museen am 8. Juli steht erstmals das Museum im Lokschuppen zur Verfügung. Alle traditionellen Veranstaltungen, wie Textilmarkt, Trills-Fest, Modelltage und der Weihnachtsmarkt sind natürlich fester Bestandteil unseres Veranstaltungskalenders.
Der Hochdahler S-Bahnhof soll umgebaut werden. Was halten sie von Plänen der Erkrather Politiker, dort die Unterführung verbreitern zu wollen?
Kampschulte Eine Verbesserung der Situation im Bereich der Station ist wünschenswert, insbesondere im Hinblick auf die Eingangssituation zum Neandertal. Dazu sollte sachlich diskutiert werden, wie das schon in einem Arbeitskreis des Masterplans gemacht wurde. Emotionale Forderungen nach einer Aufweitung der Fußgängerunterführung (Angstraum) sind da nicht zielführend, da für dieses kostspielige Projekt einer Stadtteilverbindung keinerlei Gelder zur Verfügung stehen.
Was genau ist eigentlich die Modernisierungsoffensive der Bahn?
Kampschulte Die Modernisierungsoffensive 2 (MOF 2) ist eine vertragliche Vereinbarung zwischen dem Land NRW, der DB AG und in diesem Fall dem Verkehrsverbund Rhein Ruhr. Ziele der Modernisierung der Verkehrsstationen sind eine angemessene Ausstattung und ein akzeptables Erscheinungsbild zu erhalten. Es soll u.a. ein Aufzug installiert werden, eine neue südliche Rampe gebaut werden, eine Fahrgastinfo und ein zusätzliches Wetterschutzhaus kommen.
Was ist noch an Umbauten am Hochdahler S-Bahnhof geplant?
Kampschulte Des Weiteren steht die Schließung des Bahnübergangs Hildener Straße an. Die Planungen sind 30 Jahre alt und in diesen ist die Fußgängerunterführung in dieser Breite enthalten und auch so gebaut worden. Übrigens in Erkrath ist seit Eröffnung der Ost-West S-Bahn 1988 eine gleiche Unterführung mit beidseitiger Rampenandienung vorhanden. Dort ist kein Angstraum, der für Hochdahl befürchtet wird, bekannt. In Kürze findet ein Gespräch zwischen Stadt, DB und VRR statt, um die weitere Vorgehensweise nach den geäußerten Bedenken des Stadtrates zu diskutieren.
RP-Redakteur Oliver Wiegand stellte die Fragen.
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