Fußball: Durchmarsch erwünscht
VON PATRICK KLEINMANN - zuletzt aktualisiert: 18.08.2007Auch in der Landesliga gehört Aufsteiger 1. FC Wülfrath zu den Favoriten. Zumal die Mannschaft von Dirk Koslat nur einen Abgang verzeichnet, aber hochkarätige Verstärkung bekam.
Die neuen Gegner
Leithe, TG Hilgen, FC Bottrop-Batenbrock, SSVg. Velbert, Essener SC Preußen, SV Jägerhaus-Linde, BV Osterfeld, DJK SG Altenessen, VfL Essen-Kupferdreh, FC Sterkrade, Eintracht Duisburg, SG Essen-Schönebeck III, Fortuna Wuppertal, Tura Remscheid-Süd.
Die vergangene Saison war ein lockerer Durchmarsch. Mit vielen Spielern des ehemaligen Regionalligisten Garather SV schafften die Fußballerinnen des 1. FC Wülfrath den Aufstieg mit 18 Siegen in 18 Begegnungen und einem Torverhältnis von 103:9. Eine vergleichbare Serie wird der Mannschaft von Dirk Koslat in der Landesliga wohl nicht gelingen – zum engeren Favoritenkreis um den Aufstieg in die Verbandsliga gehören sie trotzdem. Nicht zuletzt aufgrund der neuen Spielerinnen, die Koslat verpflichten konnte.
Interessantester Neuzugang ist Mittelfeldakteurin Carina Heidrich, die zuletzt beim Bundesligisten FCR Duisburg auflief und U17-Nationalspielerin ist. Heidrich trifft in Wülfrath auf ihre Mutter Monika, die vom FC Britannia Solingen kommt und den FCW als so genannte Standby-Spielerin verstärkt. Dazu kommen die verbandsligaerfahrene Regisseurin Anna Schulte (Schwarz-Weiß Wuppertal), Mittelfeldspielerin Vanessa Becker – einer einjährigen Auszeit stand sie im Team des damaligen Regionalligisten Garather SV – Verteidigerin Stephanie Strehlke (Mettmann-Sport) und die Schwestern Ramona und Lorraine Stanchy von der SSVg Heiligenhaus. Mit Karin Giesenhaus verlässt hingegen nur eine Akteurin der Aufstiegsmannschaft Wülfrath – Giesenhaus arbeitet ab dieser Saison beim Oberligisten SSVg Velbert als Physiotherapeutin.
„Wir haben uns in der Breite verstärkt“, stapelt Trainer Koslat zunächst tief. Aber selbst ohne überzogene Erwartungshaltungen ist das Saisonziel – „oben um den Aufstieg mitspielen“ – vorprogrammiert. Schuld hat auch das starke Leistungsgefälle in der Landesliga. „Es werden wohl drei oder vier Mannschaften um den Aufstieg mitspielen, ein dominierendes Team wird es nicht geben“, vermutet Koslat.
Größter Aufstiegskonkurrent des FCW ist der Vorjahreszweite Fortuna Wuppertal. Dazu kommt in der Drittvertretung des Bundesligisten SG Essen-Schönebeck eine unbekannte Größe. „Gerade während der Frauen-WM im September laufen da wohl Spielerinnen der Regionalliga-Reserve auf. Zum Glück spielen wir aber erst im Oktober gegen Essen.“ Die Testauftritte der Wülfratherinnen waren schon verheißungsvoll. Drei hohe Siegen gegen Kreisligisten standen zu Buche, außerdem gewannen die Wülfratherinnen gegen den hoch eingeschätzten und aus der ehemaligen Regionalligamannschaft von Ratingen 04/19 formierten FFC Ratingen mit 2:1. Das 2:5 gegen den Verbandsligisten SVG Neuss-Weissenberg war die einzige Niederlage in der Vorbereitung – der nächste Durchmarsch kann also kommen.
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