Fußball: Ein glückliches Händchen
VON BIRGIT SICKER - zuletzt aktualisiert: 06.12.2006Selten war das Interesse an der Auslosung zur Hallenfußball-Stadtmeisterschaft derart groß. Vielleicht auch ein Verdienst von „Glücksfee“ Rudi Bommer.
Der Ex-Profi (417 Bundesliga-Einsätze) ist aus seiner Zeit als Spieler von Fortuna Düsseldorf und Bayer Uerdingen sowie aktueller Trainer des Zweitligisten MSV Duisburg Sympathieträger in der Region. Gestern schwebte der 49-Jährige zudem auf Wolke sieben, denn mit dem 3:1-Sieg über den 1. FC Köln festigten die aufstiegsambitionierten Zebras am Montag Platz drei.
„Ich war kein einfacher Spieler, habe es den Trainern nicht leicht gemacht“, sagte Rudi Bommer im Rückblick auf seine aktive Zeit. Ein Grund, weshalb der Fußballer aus Leidenschaft ursprünglich nicht „auf die andere Seite“ wechseln wollte. Die Arbeit mit Trainerpersönlichkeiten wie Dragan Stepanovic und Klaus Toppmöller bewirkte jedoch ein Umdenken. Bei Eintracht Frankfurt sammelte er wichtige Erfahrungen als Coach der Amateure und Co-Trainer der Profimannschaft. Weitere Stationen: VfR Mannheim, Viktoria Aschaffenburg, Wacker Burghausen, 1860 München und 1. FC Saarbrücken.
Fünf Jahre lebte Rudi Bommer in seiner aktiven Zeit an der Mozartstraße in Hilden. „Wir haben uns hier sehr wohl gefühlt“, bekannte der Ex-Nationalspieler. Deshalb folgte der DFB-Pokalsieger gerne der Einladung ins Hildener Rathaus. Abwechselnd mit Manuela Gasparic, der frisch gebackenen „Miss NRW“, griff Bommer in die Lostrommel und bewies ein Händchen für interessante Gruppeneinteilungen. Einzig die Verbandsliga-Mannschaft des VfB 03 sowie das Landesliga-Team des SV Nord waren gesetzt. Titelverteidiger VfB 03 hatte allerdings wenig Grund zur Freude, bekam er doch auch die eigene Reserve zugelost. Böse Erinnerungen kamen da nicht nur im Vorsitzenden Bernd Nußbaum hoch – an jenes Jahr, als die VfB-Zweite die Erstvertretung unerwartet besiegte.
In puncto Prognosen legten sich die Beteiligten Zurückhaltung auf. Auf Nachfrage bekannte Reinhard Gatzke jedoch Farbe. „Diesmal tippe ich auf den SV Nord“, nannte der Sportdezernent den „Underdog“ als Favoriten. Gatzke selbst fungiert wieder als Teamchef der Vertretung von Rat und Verwaltung, die traditionell mit der Mannschaft der Vereinsvorsitzenden die Kräfte misst.
Ausrichter der elften Auflage der Titelkämpfe ist der SV Ost. „Wir haben ein kleines Rahmenprogramm geplant“, verriet Heinz Müller. So zeigen die Jongleure des Vereins ihr Können.
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