Handball: Erkrather Aufstieg durch Punktlandung
zuletzt aktualisiert: 19.03.2007– TuS Erkrath 19:20 (10:12). So etwas nennt man in der Fliegersprache „Punktlandung“: Nadine Schwartekopp machte nach einem ausgeglichenen Derby mit ihrem Treffer fünf Sekunden vor Schluss den Erkrather Sieg und den Aufstieg in die Handball-Oberliga perfekt. Dann gab es kein Halten, der Jubel war grenzenlos. Während sich draußen die Rückkehr des Winters ankündigte, herrschte im Erkrather Handball-Land Sonnenschein.
Kampfstarke Wülfratherinnen
Nach kurzem Abtasten übernahmen zunächst die Wülfratherinnen das Kommando und lagen 4:2 vorne (10.). Erst dann fand der Spitzenreiter seinen Rhythmus und ging 10:7 in Führung. Bis zum Gang in die Kabinen verteidigte das Team von Trainer Thomas Goertz einen knappen Vorsprung, zog nach dem Wiederanpfiff aber auf 16:12 davon (42.). Doch die jungen Spielerinnen von TBW-Coach Jurek Tomasik gaben nicht auf: In nur fünf Minuten glichen die Wülfratherinnen nicht nur zum 16:16 aus, sondern hatten beim 18:17 sogar die Nase vorn (53.). „In dieser Phase waren wir etwas nervös, aber auch durch merkwürdige Schiedsrichterentscheidungen etwas verunsichert“, erklärte Thomas Goertz, der sein Team in einer Auszeit noch einmal „einnordete“. Mit Erfolg, denn eine Minute vor Schluss war es Angela Sarwas, die ihre Farben mit dem Treffer zum 19:18 wieder auf Oberliga-Kurs brachte. Dann wurde es dramatisch: Zwölf Sekunden vor dem Ende markierte Nathalie Schulz mit einem schönen Rückraumtreffer das 19:19 – das Unentschieden schien perfekt. „Ich dachte, so ein Mist“, gab Goertz zu, doch dann kam der Auftritt von Nadine Schwartekopp. Die reagierte blitzschnell, nutzte das langsame Rückzugsverhalten der TBW-Handballerinnen und erzielte nach einer schnellen Mitte fünf Sekunden vor dem Abpfiff doch den glücklichen, aber nicht unverdienten Siegtreffer.
Feier wird nachgeholt
„Dass wir aufgestiegen sind. werde ich erst später realisieren“, sagte Thomas Goertz, der auf das Ereignis hätte vorbereitet sein müssen. Denn bereits vor dem Beginn der Rückrunde hatte der Coach prophezeit, dass sein Team ausrechnet im einzigen Auswärtsspiel 2007 den Aufstieg perfekt machen würde. Lange Zeit zum Feiern hatte er aber nicht, denn Goertz machte sich direkt auf den Weg nach Erkrath, um bei den Verbandsliga-Männer auszuhelfen. Die Feierlichkeiten werden nachgeholt: Am Samstag nach der Partie gegen Cronenberg.
Wülfrath: Denise Jakubat, Janine Temmink – Maren Pohlmann, Xenia Trippel, Anja Krohm, Kiki Nitzschmann, Meike Malewski, Mareike Bauer (3), Franziska Döpper (3), Chris Burmeister (7/4), Kerstin Weber, Nathalie Schulz (2), Saskia Buiting (1), Hannah Struck (3).
Erkrath: Petra Bitto, Melanie Westphal, Ulrike Fichert (beide n.e.) – Nadine Schwartekopp (6/1), Adriana Weber (3), Fränze Grieger (3), Angela Sarwas (3/1), Claudia van Bernem (2), Anja Niegoth (1), Nadine Leschus (1), Anke Schallinatus (1), Martina Kutzner-Otto, Steffi Kovacic, Lydia Nink (n.e.).
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