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Handball: Faustdicke Überraschung

VON FRANK FISCHER - zuletzt aktualisiert: 19.09.2011

Handball (RP). Mettmann-Sport feierte einen 28:22-Triumph über den hohen Favoriten TV Aldekerk. Der Handball-Oberligist begeistert die insgesamt 600 Zuschauer mit einer überragenden kämpferischen Leistung.

Andreas Reimers (2.v.l.), der in der vergangenen Saison noch die Farben des TV Aldekerk trug, erzielte für seine jetzige Mannschaft, Mettmann Sport, vier Treffer und trug damit zur überraschenden Auftaktniederlage seiner ehemaligen Mannschaft bei.  Foto:  Dietrich Janicki
Andreas Reimers (2.v.l.), der in der vergangenen Saison noch die Farben des TV Aldekerk trug, erzielte für seine jetzige Mannschaft, Mettmann Sport, vier Treffer und trug damit zur überraschenden Auftaktniederlage seiner ehemaligen Mannschaft bei. Foto: Dietrich Janicki

Mettmann-Sport – TV Aldekerk 28:22 (13:15). Es war der krönende Abschluss eines Handball-Festes, dass die Mettmanner den insgesamt 600 begeisterten Zuschauern im Herrenhaus boten: Der krasse Außenseiter ME-Sport bezwang den Drittliga-Absteiger und Titelaspiranten aus Aldekerk sensationell hoch mit 28:22 und sorgte schon am ersten Spieltag für eine faustdicke Überraschung.

Zwar reichte es für die vier Mettmanner Oberliga-Teams nur zu zwei Siegen, doch alle Mannschaften – B-Mädchen beim 15:22 gegen Biefang 15:22 und C-Mädchen beim 22:21 über Bergische Panther sowie die junge Frauen-Truppe beim 28:32 gegen Lank – boten überzeugende Leistungen.

Info

Teams + Tore

Mettmann-Sport: Piecuch, Sippli – Verhoelen (1), Reimers (4) J. Flemmig (4), Späth (3), Klein (3), Kostros (5), Schirweit (5), Werner, Metz (1), Vogt (2).

Nächstes Meisterschaftsspiel: Borussia Mönchengladbach – Mettmann-Sport (Samstag, 24. September, 19.30 Uhr, Jahnhalle/Volksgartenstr.).

Schon zu Beginn schienen die Aldekerker überrascht von der couragierten Spielweise der Mettmanner. Nach knapp sieben Minuten bei einer 4:1-Führung rieben sich die ME-Sport-Anhänger verwundert die Augen.

Dann aber erwachten die Gäste, glichen beim 5:5 (12.) wieder aus, zogen dank der individuellen Qualitäten besonders von Torjäger Christoph Kleinelützum und Spielmacher Christopher Lüdtke auf 11:7 (20.) davon. Doch die Mettmanner fanden ihren Rhythmus wieder, wirkten weitaus konzentrierter und verkürzten bis zur Pause auf 13:15.

Sechs Minuten kein Treffer

Nach dem Wiederanpfiff der sehr guten Schiedsrichter Boos/Jakowak glich ME-Sport zum 16:16 aus und hatte danach stets knapp die Nase vorn. Kuriose Szenen folgten nach dem 22:20 (48.): In den nächsten sechs Minuten gelang beiden Teams kein Treffer.

Während die Mettmanner mehrfach den Ball vertändelten oder am starken TVA-Keeper Florian Lindenau scheiterten, versagten den Gästen komplett die Nerven: Freie Würfe über das Tor, Tempogegenstoß an die Latte und kein Treffer mehr von den Außenpositionen gegen den sicheren Jan Sippli im ME-Sport-Kasten – Trainer Burkhard Heesen verzweifelte auf der Bank.

Dann brach Patrick Vogt nicht nur die Torflaute, sondern sorgte mit dem 23:20 (55.) für die Vorentscheidung. Die TVA-Handballer brachten in den Schlussminuten "nichts mehr auf die Reihe", während die Mettmanner die Unzulänglichkeiten und Freiräume zum vielleicht etwas zu hoch ausgefallen 28:22-Triumph ausnutzen.

"Damit hätte ich nie gerechnet", versicherte ME-Sport-Coach Markus Neusser. "Nach der holprigen Vorbereitung hatte ich gedacht, wir bekommen mehr Probleme. Aber die Mannschaft hat vor der imponierenden Kulisse und mit der Unterstützung der Zuschauer eine bärenstarke Kampfleistung geboten und sich am Ende selbst belohnt. Hut ab vor den Jungs !"

Burkhard Heesen war nach der überraschenden Pleite natürlich maßlos enttäuscht: "So wie wir in der zweiten Hälfte agiert haben, darf man nicht auftreten. Sicherlich, ohne Harz zu spielen, ist für uns ungewohnt, aber dieses Handicap hatten auch die Mettmanner.

"Ich fand auch einige Pfiffe der Schiedsrichter schon sehr komisch, aber das kann auch nicht als Entschuldigung gelten. Wir haben einfach nicht getroffen, und dann kann man gegen einen so kampfstarken Gegner auch nicht gewinnen."

Quelle: RP


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