Handball: Gipfeltreffen
VON RAINER THRON UND ERWIN ROOS - zuletzt aktualisiert: 31.10.2008Der Oberliga-Spitzenreiter Mettmann-Sport empfängt den Tabellenzweiten ETuS Wedau.
Der „Hit“ verspricht tempo- und torreichen Handball der Extraklasse.Mettmann-Sport – ETuS Wedau. Das Gipfeltreffen der Frauen-Oberliga im Herrenhaus verspricht tempo- und torreichen Handball der Extraklasse: Der Spitzenreiter ME-Sport empfängt den Tabellenzweiten Wedau. Die Duisburgerinnen haben nach fünf klaren Erfolgen – mit sechs bis 14 Toren Vorsprung – noch eine blütenweiße Punkte-Weste (10:0). Die Mettmannerinnen gaben in ihrer sechsten Begegnung zwar den ersten Zähler ab (11:1), den allerdings beim Tabellendritten in Rheydt (9:1).
Schwartz hätte geschmunzelt
Zuletzt fertigte Wedau mit einer konzentrierten Leistung den Aufsteiger Lobberich 34:20 ab. Rainer Schwartz war zufrieden, zumal er allen Spielerinnen Einsatzzeiten geben konnte. „Ab sofort beginnt die Vorbereitung auf das Spitzenspiel in Mettmann“, forderte der Coach. „Wenn mir vor der Saison jemand gesagt hätte, dass wir ohne Minuspunkte in diese Partie gehen würden, hätte ich sicherlich nur geschmunzelt.“
„Unser Vorteil ist, dass wir selbst bei einer Niederlage noch nah dran bleiben“, weiß Rainer Schwartz um ein kleines psychologisches Plus, verweist aber auch darauf, dass der breite, hochkarätig besetzte Kader ein Vorteil für ME-Sport sei. „Die Leistungsträgerinnen haben etwas mehr Erfahrung und vielleicht auch einen Tick mehr Qualität.“ In der ersten Sieben der Mettmannerinnen seien mit Steffi Gerits und Caro Fisch zwei Spielerinnen mit Zweit- und Regionalliga-Erfahrung, dazu mit Sabrina Fischer und Sandra Höfig ebenfalls Regionalliga erprobte Handballerinnen. Interessant ist, welche Faktoren der erfahrene Trainer als ausschlaggebend ausmacht, auch wenn die Worte „Tagesform“ und „Nervosität“ nicht überraschen – wohl aber die Einschätzung, dass die bessere Defensive inklusive der Torhüterinnen über Sieg und Niederlage entscheiden würden. Schließlich sorgten beide Seiten bislang durch bedingungslosen Offensiv-Handball und eben nicht durch ihre Betonabwehr für Aufsehen. „Steht unsere Deckung, können wir einen offenen Schlagabtausch bieten“, glaubt Rainer Schwartz. Dabei baut der Trainer-Fuchs auch darauf, dass das mit Ramona Bruckmann und Sabrina Windeit sicher stärkste Torhüterinnen-Duo der Liga entscheidend eingreifen kann – und damit gegenüber der bislang zwar starken, aber inkonstanten Samantha Sklorz den Unterschied ausmache.
Ina Pusch stoppen
Folgerichtig müssen die ME-Sport-Handballerinnen in allen Mannschaftsteilen schon Topform bringen. Die Angriffe mit Konzept und Geduld aufbauen und konsequent abschließen, die Fehlerquote gering halten und in der Abwehr kompakt stehen. Coach Christoph Schon hat Wedau bereits mehrfach beobachtet und sein Team im Training auf deren Spielweise eingestellt. Vor allem müsse man die kraftvolle und wurfstarke Rückraumspielerin Ina Pusch stoppen.
Voraussichtlich kann Mettmann-Sport in Bestbesetzung auflaufen. Nur hinter dem Einsatz von „Rocky“ Petridou, die sich beim Training eine Kapselverletzung am Daumen zugezogen hat, steht ein Fragezeichen. Die Konter-Spezialistin. will allerdings unbedingt im Gipfeltreffen auflaufen (Anwurf: 17.45 Uhr).
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