Härte, Karten – aber keine Tore
VON BIRGIT SICKER - zuletzt aktualisiert: 13.11.2006VfB Hilden – Germania Ratingen 0:0. Das Derby in der Fußball-Verbandsliga bot nur wenige Höhepunkte – die Gemüter der Fans beider Lager erhitzte es trotzdem. Grund waren die Platzverweise, die Schiedsrichter Manuel Sellmeier aussprach. Zunächst erwischte es den Ratinger Suat Tokat, der im Kopfballduell gegen Frank Wüster angeblich foulte und die gelb-rote Karte sah (69.). „Wüster hat den Ball unterlaufen“, schnaubte Dietmar Grabotin das erste Mal. Empört war der Gäste-Trainer auch über die rote Karte für Jörn Benzinger nach einer rüden Attacke in die Beine von Apostolos Sakalakis. „Ein Foul war es,“ gab Grabotin freimütig zu. Allein den Feldverweis fand er „zweimal übertrieben“. Die doppelte Überzahl wussten die Hildener aber nicht zum entscheidenden Schlag zu nutzen. Letztlich erwischte es auch den VfB. Als Marc Schmale zu hart gegen Hakan Yalcinkaya einstieg, zückte der Unparteiische die Ampelkarte (89.).
Schlagabtausch
Bereits in der ersten Minute war klar, dass die Zuschauer einen harten Schlagabtausch erwarten durften. Nach einem Foul von Suat Tokat musste Marc Schmale behandelt werden, der Ratinger sah Gelb. Kurz darauf flankte Serdar Özdemir auf Apostolos Sakalakis, den Peter Waldinger als einzige Spitze aufgeboten hatte. Ein Verteidiger blockte den VfB-Kicker aber ab (7.). Dann hatte Samuel Sibilski nach einer Flanke von Daniel Niedzkowski freie Bahn, verstolperte aber die Chance (14.). Im Gegenzug schoss Timo Marner am linken Pfosten vorbei (21.). Andreas Kusel trat zum Freistoß an, jagte das Leder aber über den Querbalken (27.). Kurz vor der Pause parierte Sebastian Thiel einen Schuss von Sebastian Kamp nach Quass-Ecke (44.). Auf der anderen Seite zirkelte Serdar Ödzemir einen Freistoß nur wenige Zentimeter am Gehäuse vorbei.
Für den ersten Aufreger nach der Pause sorgte Niedzkowski, der frei in der linken Strafraumhälfte auftauchte, den Ball aber nicht an Marco Wronischewsky vorbei zu Sakalakis brachte (47.). Eine hohe Flanke von Özdemir fand ihren Abnehmer in Markus Weiß, der Kopfball flog aber weit über die Latte (50.). Bis zum Platzverweis für Tokut gab’s viel Leerlauf. Mit den Einwechslungen von Daniel Rehag und Udo Wimmershoff wollte Peter Waldinger im Sturm frische Akzente setzen. Doch die Ratinger Abwehr stand trotz Unterzahl kompakt. Und fast hätte Andreas Kusel auch noch das Tor des Tages erzielt, als Timo Marner die linke Abwehrseite des VfB aufmischte – doch der Ratinger Kapitän schoss freistehend am Kasten vorbei (79.).
VfB Hilden: Thiel – Schmale, Montag (81. Wimmershof), Bastians, Wüster, Weiß, Sibilski, Niedzkowski, Sakalakis, Özdemir, Andree (66. Rehag).
Ratingen: Hangert – Kusel, Benzinger, Di Nardo, Fiedorra, Yalcinkaya, Kamp (60. Marotta/83. Ihadian), Marner, Quass (75. Schneider), Wronischewski, Tokat.
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