Handball-Teams enttäuschen
VON RAINER THRON - zuletzt aktualisiert: 29.12.2007Das Abenteuer Regionalliga dürfte für die Frauen von ME-Sport nach einer Saison zu Ende sein.
Für die Oberliga-Männer heißt es Abstiegskampf statt Meisterschaftsrennen. Verbandsliga-Team stürzt ab.Ein turbulentes und wenig erfolgreiches Jahr liegt hinter Mettmann-Sport. Für Aufsehen sorgte in erster Linie die Führungskrise. Der Stellvertretende Vorsitzende Rudolf Tillmann hatte seinen Rückzug frühzeitig bekannt gegeben und mit Michael Buhk auch seinen Nachfolger präsentiert. Spektakulär war dagegen die Trennung vom hauptamtlichen Manager Gregor Zawieja nach dessen harscher und öffentlicher Kritik an der Vorstandsarbeit. Aus diesem Grund trat auch der 1. Vorsitzende Wolfgang Robrahn zurück. Derzeit führt der bisherige 2. Vorsitzende Gerd Norbisrath den Großverein.
Zwei Abstiege – ein Aufstieg
Mit den Abstiegen der Regionalliga- und Landesliga-Handballer musste ME-Sport herbe Misserfolge einstecken. Zwar gelang den Frauen der Sprung in die Regionalliga, doch die dritthöchste Spielklasse scheint für sie eine Nummer zu groß. Auch der Trainerwechsel Christoph Schon für Jens Buss kurz vor dem Saisonauftakt zeigt bislang nicht die erhoffte Wirkung – zumindest in der Tabelle: Angesichts der 2:22 Punkte zeichnet sich für das Schlusslicht das Ende des Abenteuers Regionalliga nach nur einer Saison ab.
Den Abstieg der Frauen muss man im ME-Sport-Lager einkalkulieren. Schließlich hatten auch in den Jahren zuvor Aufsteiger (TV Aldekerk, TV Bruckhausen) die Klasse nicht halten können – zu groß scheint der Leistungssprung von der Ober- in die Regionalliga. Mit dem enttäuschenden Abschneiden der Männer war allerdings nicht zu rechnen. Die Mettmanner waren mit nur 6:24 Punkten als Regionalliga-Schlusslicht in die Rückrunde gestartet, konnten durch eine Serie von fünf Siegen wieder hoffen, verloren aber die letzten entscheidenden Begegnungen in Remscheid und gegen Nordhemmern – vier Zähler fehlten zum Klassenerhalt. Obwohl André Loschinski mit 203 Treffern die meisten Feldtore in der Regionalliga erzielt hatte und sogar ins All-Star-Team berufen wurde.
Keine Nerven, fehlende Cleverness
Aufbauend auf die vielversprechende Rückserie sowie den verstärkten Kader wollten Trainer Lutz Plümacher und sein Team in der Oberliga „oben mitmischen“. Doch angesichts der derzeit 14:16 Punkte heißt es Abstiegskampf statt Aufstiegsrennen. Die Gründe sind vielschichtig: Schlechte Trainingsbedingungen und Verletzungspech. Vor allem aber die Nervenschwäche und fehlende Cleverness. ME-Sport kassierte im heimischen Herrenhaus vier Niederlagen mit einem Tor Differenz – gegen Remscheid sogar nach klarer Führung. Allein sieben Zähler gaben die Mettmanner gegen fünf Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt ab. Ganze zwei Pünktchen trennt ME-Sport vom ersten Abstiegsplatz – beim Blick auf die bisherigen Defizite eine Besorgnis erregende Ausgangsposition für die Rückrunde.
Außer bei den Frauen läuten auch bei den Verbandsliga-Handballern die Alarmglocken. Das Team um Spielertrainer Lars Böhmer holte nach einem guten Saisonstart (6:4 Punkte) aus den letzten sieben Spielen nur noch einen Zähler und stürzte auf den vorletzten Tabellenplatz ab.
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