Handball: Heimpremieren
VON RAINER THRON UND ERWIN ROOS - zuletzt aktualisiert: 21.09.2007Die Handballerinnen von Mettmann-Sport wollen gegen die Gäste aus Königswinter die ersten Punkte einfahren. Erstmals betreut der neue Trainer Christoph Schon den Regionalliga-Aufsteiger im Herrenhaus.
Mettmann-Sport – HSG Siebengebirge/Thomasberg. Heimpremiere für den Regionalliga-Aufsteiger: Die Partie der ME-Sport-Handballerinnen gegen die Spielgemeinschaft aus Königwinter wird am Samstag um 18 Uhr im Herrenhaus angepfiffen. Heimpremiere hat auch der neue Coach Christoph Schon, die Mettmannerinnen erstmals am vorigen Samstag zum Meisterschaftsauftakt bei Bayer Leverkusen betreut hatte. Der Neuling hatte zwar nie eine echte Erfolgschance, zog sich aber mit dem 31:36 beim Vizemeister der vorigen Saison beachtlich aus der Affäre.
Wurfstarke Youngster
Die Gäste sind ebenfalls mit einer Niederlage gestartet, unterlagen in heimischer Halle der HSG Stemmer/Friedewald (Minden) mit 28:32. Eine Woche zuvor hatten sie in der 1. DHB-Pokalrunde beim Oberligisten TG Hilgen mit 27:23 gewonnen. Siebengebirge/Thomasberg belegte in der vorigen Spielzeit den elften Tabellenplatz – allerdings mit zehn Punkten Distanz zum Abstiegstrio TV Verl, TV Bruckhausen und TV Aldekerk. Die HSG-Handballerinnen gelten als sehr wurfstark, haben aber Schwächen im defensiven Bereich. Trainer Marcus Schütz und sein blutjunges Team (Durchschnittsalter 22,2 Jahre) haben sich auch im zweiten Regionalliga-Jahr den Klassenerhalt als Ziel gesetzt.
Christoph Schon hat sich in dieser Woche bei den ersten Trainingseinheiten einen Überblick verschafft und weiß angewichts seiner großen Erfahrung, wo er den Hebel zunächst ansetzen muss. Der Mettmanner Rückraum ist mit Dana Böhmer, Stephanie Gerits und Kim Spiecker gut besetzt, überzeugte auch in Leverkusen. Vom Kreis und von den Außenpositionen müsste noch mehr Gefahr ausgehen. Auch an der Defensive muss ebenfalls gearbeitet werden. Und da bereits am Rückzugsverhalten nach Ballverlusten oder Fehlversuchen. In Leverkusen kassierten die Mettmannerinnen viele Gegentreffer durch Konter, bei denen die ansonsten starke Torhüterin Melle Fluess machtlos war.
Gegner beobachtet
Wenn alle Spielerinnen in der Lage sind, die Ideen und das veränderte Konzept von Christoph Schon umzusetzen, dann hat der Klassenneuling eine Chance, die ersten Punkte einzufahren. Der neue ME-Sport-Trainer kann zudem sein Team exakt auf den Gegner einstellen, hat er doch die HSG Siebengebirge/Thomasberg beobachtet und auf Video aufgenommen.
Da in fast allen anderen Spielklassen der Meisterschaftsbetrieb wegen der 2. HVN-Pokalrunde ruht, bekunden die Mettmanner Fans vielleicht ihr Interesse am Frauen-Handball – und strömen zahlreich ins Herrenhaus, um den Regionalliga-Aufsteiger zu unterstützen.
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