Handball: Kein Ende der Negativserie
VON ERWIN ROOS - zuletzt aktualisiert: 16.04.2007Mettmann-Sport hält lange gleichwertig mit, verliert aber gegen Mülheim mit 29:34.
Der Handball-Verbandsligist braucht nach der achten Niederlage in Folge noch zwei Punkte zum Klassenerhalt.Team, Tore, Termin
Mettmann-Sport II: Haide, Eickelmann, Dorn – Langbehn, Pawelczyk, Buss (1), Günther (2), Werner (2), Iversen (2), Töller (2), Böhmer (3), Eschen (3), Kampen (5), Löring (9/3).
Nächstes Spiel: Ohligser TV – Mettmann-Sport (Sonntag, 22. April, 18.15 Uhr, OTV-Halle).
Mettmann-Sport II – HSG Mülheim 29:34 (17:16). Die Mettmanner Verbandsliga-Handballer konnten die Negativserie nicht beenden. Das Team von Trainer Kai Buschhaus, der weiterhin auf den ersten Sieg seit seinem Amtsantritt wartet, war gegen den starken Tabellendritten aus Mülheim ein über weite Strecken gleichwertiger Gegner, kassierte am Ende aber mit dem 29:34 die achte Niederlage in Folge und schwebt vier Punkte vor dem Vorletzten SW Essen weiterhin in Abstiegsgefahr.
HSG-Trainer Dirk Rauin musste zwar auf den verletzten Jens Flemmig verzichten, hatte aber in André Braar (10/1) und Bastian Kempmann (7) brandgefährliche Werfer, gegen die ME-Sport-Keeper „Matze“ Haide vor der Pause nur zwei Bälle abwehren konnte. Beim 11:11 sah der Ex-Mettmanner Patrick Osterc die rote Karte, nachdem er Sascha Kampen von hinten zu Boden gestoßen hatte.
Comeback von Eickelmann
Kurz vor der Pause und in der 35. Minute warf Sascha Löring die Mettmanner mit verwandelten Siebenmeter zum 17:15 und 19:17 zweimal mit zwei Treffern in Führung. Danach brachten die Mülheimer eine härtere Note ins Spiel, die von den Schiedsrichtern nicht immer geahndet wurde. Ab der 36. Minute hatte der lange am Knie verletzte Markus Eickelmann sein Comeback im ME-Sport-Kasten, wehrte immerhin sechs Bälle ab. Dennoch hatten nun die Mülheimer mehrmals die Nase knapp vorne. In der 51. Minute traf Sascha Kampen mit seinem fünften Treffer letztmals zum Ausgleich (25:25). In der Schlussphase zeigten die HSG-Handballer dann jedoch das bessere Stehvermögen, lagen kurz darauf 27:25 vorne. Der (ohne Training) vornehmlich im Abwehrbereich eingesetzte Knut-Arne Iversen und Sascha Löring (Siebenmeter) markierten die Anschlusstreffer zum 26:27 und 27:28. Dann aber machten André Braar (Siebenmeter), Bastian Kempmann und Stefan Krebber den Mülheimer Sieg perfekt.
Du pfeifst wie ein Mädchen
Zumal Jens Buss (dritte Zeitstrafe) und Knut-Arne Iversen auf die Tribüne mussten. Der Norweger hatte nach einer Zeitstrafe einen Schiedsrichter mit den Worten „Du pfeifst wie ein Mädchen“ beleidigt und sah die rote Karte. In Unterzahl konnten die Mettmanner das Blatt nicht mehr wenden.
Fazit: Die Mülheimer haben das Spiel letztlich mit einer spielerisch guten Leistung verdient gewonnen, werden aber die Spitzenteams TV Ratingen und HSG Radevormwald/Herbeck kaum noch gefährden können. Die Mettmanner warten immer noch auf die beiden zum Verbandsliga-Verbleib notwendigen, erlösenden Punkte.
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