Handball: Keine Chance
VON PATRICK KLEINMANN - zuletzt aktualisiert: 08.10.2007In der 2. DHB-Pokalrunde unterliegt ME-Sport dem Handball-Zweitligisten Dortmund mit 16:40.
Alleinunterhalterin Kim Spiecker.Mettmann-Sport – Borussia Dortmund 16:40 (10:17). Es wurde das erwartet einseitige Pokalmatch, das im schon im Vorfeld von allen Beteiligten prognostiziert wurde. Zu stark trat der Zweitligist und ehemalige deutsche Bundesligaverein aus Dortmund auf. Zudem meldete sich mit Dana Böhmer (Erkältung) eine der beiden Mettmanner Rückraumsäulen vor dem Spiel noch krank ab.
Ballverlust, langer Pass, Konter-Tor
Trotz der widrigen Umstände hielten die Mettmannerinnen vor einer enttäuschenden Kulisse im Herrenhaus die ersten Minuten gut mit. Alleinunterhalterin im Angriff war nach dem Ausfall von Dana Böhmer erwartungsgemäß Kim Spiecker, die auch direkt die ersten vier Treffer der Gastgeber erzielte. Die Dortmunderinnen standen kompakt und aggressiv in der Deckung, warteten auf Fehler und bestraften diese konsequent. Vier der ersten fünf Treffer fielen nach dem selben Schema: Ballverlust oder Fehlwurf, ein langer Pass von Torhüterin Jokelyn Tienstra und ein schneller Gegenstoß zumeist über die schnellen Außen Zuzana Porvaznikova oder Miranda Robben. Dank der Tore von Kim Spiecker blieb die Partie zunächst dennoch offen. Ein verwandelter Siebenmeter zum 4:6 (10.) war dann allerdings der letzte Zwei-Tore-Rückstand. So langsam hatte sich BVB-Torhüterin Jokelyn Tienstra auf die Mettmanner Linkshänderin eingestellt. Durch Treffer von Manuela Fiedel, Kreisläuferin Kim Abdoelhafiezkhan und Miranda Robben zogen die Gäste erstmals deutlich davon. Auch zwei Tore von Svenja Fischer und Kim Spiecker in Folge zum 8:13 (25.) brachte die Gäste nicht aus dem Tritt. Bis zur Halbzeit erhöhte Dortmund auf 10:17. Nach dem Wechsel ging den Mettmannerinnen zunehmend die Luft aus. Der schmale Kader, dazu viele technische Fehler durch das ungewohnte Spiel mit Harz sorgten für einen Einbruch. Zudem wechselte Gäste-Coach Thomas Happe mit Irina Pusic eine routinierte Regisseurin ein, die nicht nur das Spiel gestaltete, sondern auch selber mit insgesamt fünf Treffern erfolgreich war.
„Zufrieden mit dem Ergebnis“
So zogen die Gäste über 21:10 auf 25:12 davon. Als Kim Spiecker dann einen Siebenmeter über das Tor gesetzt hatte, wurde das Spiel richtig einseitig. Fünf Tore in vier Minuten sorgten für die 30:12-Führung der Gäste, die Dortmunderinnen auf 36:14 und letztlich 40:16 ausbauten. Miranda Robben erzielte den letzten Treffer. Trotzdem war ME-Sport-Trainer Christoph Schon nicht einmal unzufrieden: „Es ging uns darum, Spaß zu haben und uns gut zu präsentieren. Das ist gelungen, mit dem Ergebnis kann man zufrieden sein.“
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