Handball: Kellerduell
VON RAINER THRON UND ERWIN ROOS - zuletzt aktualisiert: 28.09.2007Handballerinnen von ME-Sport treten bei der – überraschend – ebenfalls punktlosen SG Knetterheide-Schötmar an.
Der Aufsteiger hofft auf das erste Erfolgserlebnis, auch weil der Druck auf dem Gastgeber lastetKnetterheide-Schötmar – Mettmann-Sport. Nach der langen Anfahrt von rund 170 Kilometern ist nicht der Kurpark in Bad Salzuflen, sondern das Schulzentrum Aspe am Sonntag das Ziel der ME-Sport-Handballerinnen. Im dritten Spiel will der Regionalliga-Aufsteiger die ersten Punkte einfahren.
Trainerin bittet um Geduld
Wie Mettmann – 31:36 bei Bayer Leverkusen II und 28:32 gegen die HSG Siebengebirge/Thomasberg – ist auch Gastgeber Knetterheide mit zwei Niederlagen in die Saison gestartet. Auf das noch akzeptable 23:26 gegen die HG Remscheid, die in den nächsten zwei Jahren in die 2. Bundesliga aufsteigen will, folgte allerdings eine deftige 21:31-Klatsche im Westfalen-Derby beim Zweitliga-Absteiger HSG Stemmer/Friedewalde. Von der eigenen Zielsetzung „oberes Mittelfeld“ ist das Team von Christina Tornau derzeit weit entfernt. „Wir brauchen bestimmt noch zwei bis drei Wochen, um unsere Form und Formation zu finden“, bat die Trainerin um Geduld. Die dürfte nun aber aufgebraucht sein, denn im Kellerduell gegen ME-Sport stehen die HSG-Handballerinnen unter Erfolgszwang.
Lange Anfahrt
Route A46 bis Dreieck Wuppertal-Nord, A1 bis Kreuz Kamen, A2 Richtung Hannover bis Ausfahrt Ostwestalen/Lippe (ca. 90 km), Ostwestfalen-Straße Richtung Lemgo (ca. 3,5 km), links Bextener Straße, nach Ortseingang Salzuflen Bielefelder Straße (ca. 1,5 km), links Paul-Schneider-Straße mit Halle im neuen Schulzentrum Aspe (insgesamt ca. 170 km und zwei Stunden Fahrzeit).
Anwurf 17 Uhr.
Lazarett lichtet sich langsam
Der enorme Druck, der auf den Gastgeberinnen lastet, könnte ein kleiner Vorteil für ME-Sport sein. Trotz eines Mini-Aufgebots – nur sieben Feldspielerinnen – präsentierte sich die Mannschaft von Coach Christoph Schon zuletzt gegen Thomasberg in verbesserter Form. In der Schlussphase fehlte nur die Kraft zum ersten Erfolgserlebnis in der Regionalliga. Das Mettmanner Lazarett lichtet sich inzwischen ein wenig. Sandra Doerken und Jenni Verhoeven sind nach ihren Erkrankungen wieder einsatzbereit. Steffi Stemmler fehlen zwar nach einer halbjährigen Handball-Pause Fitness und Spielpraxis, für Kurzeinsätze in der Deckung könnte es aber reichen. Weiterhin fallen Torhüterin Caro van Hueth, Nicole Niederdorf, Annika Essen und Paula Nowodworski aus.
Rückraum-Trio gefordert
Bester Mannschaftsteil der heimstarken HSG-Truppe ist die Deckung mit den Torhüterinnen Angi Schwarz und Grit Göpfert. Gegen diese Defensive kommt dem bislang überzeugenden Mettmanner Rückraum-Trio Kim Spiecker, Dana Böhmer und Stephanie Gerits eine entscheidende Rolle zu. Dagegen hat der Knetterheider Angriff zuweilen noch Ladehemmung.
SG Knetterheide-Schötmar
Tor: Angi Schwarz (Nr. 74), Grit Göpfert (84).
Rechtsaußen: Charlotte Koch (15), Julia Gottsleben (13).
Linksaußen: Franziska Tollkühn (11), Encel Murad (18, auch Rechtsaußen), Julia Murach (3, auch Rückraum Mitte), Conny Ellerbeck (2).
Rückraum: Michaela Grötecke (17 rechts), Lena Savchenkova (8 rechts), Nina Jakobkersting (22 rechts, auch Linksaußen), Damla Uzunlar (14 Mitte), Susanne Müller (7 links).
Kreis: Katrin Neumann (10), Silke Begemann (9), Elena Reuschel (4, auch Rückraum Mitte).
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