Handball: Klare Rollenverteilung
VON RAINER THRON UND ERWIN ROOS - zuletzt aktualisiert: 11.12.2007Die Handballerinnen von Mettmann-Sport gehen als krasser Außenseiter ins heutige Regionalliga-Nachholspiel.
Das Schlusslicht will aber gegen den Tabellendritten HG Remscheid seinen Aufwärtstrend bestätigen.Mettmann-Sport – HG Remscheid. Das Schlusslicht der Handball-Regionalliga empfängt den Tabellendritten, der punktgleich mit Leverkusen nur einen Zähler hinter dem Spitzenreiter Stemmer/Friedewalde auf der Lauer liegt. Die Rollenverteilung im heutigen Nachholspiel (20.30 Uhr, Herrenhaus) zwischen Mettmann und Remscheid ist somit klar.
Zwei Ausrutscher
Ein Platz unter den ersten Vier lautet das Saisonziel der HGR-Handballerinnen. Bisher hat das Team von Trainer Jörg Freund die Vorgaben erfüllt. Auch wenn sich die Remscheiderinnen nach den Erfolgen über Vorjahrsmeister Nettelstedt (32:28) und Stemmer-Friedewalde (32:30) in Halle (25:31) und Riemke (24:32) Ausrutscher Leisteten. Vor ihren nächsten Spitzenspielen in Leverkusen und gegen Siebengebirge muss der Titelaspirant heute in Mettmann seine Pflichtaufgabe lösen. Mit den treffsicheren Werferinnen Sandra Ewert, Daniela Hannemann und Anna Krajnik, die nur in drei von zehn Spielen unter der 30-Tore-Grenze blieben, sollten die Remscheiderinnen die Hürde im Herrenhaus nehmen können.
HGR – HSV 34:24
Remscheid: Julia Huppertz, Denise Hock – Sandra Ewert (7/4), Daniela Hannemann (6), Susanne Möller (6), Viktoria Jux (5), Anna Krajnik (5), Katherina Bohe (2), Maite Lutter (2), Nina Redder (1), Silvia Klaile, Nicole Münch, Isabel Landsberg.
HSV Gräfrath: Heike Guddas, Britta Brezovich – Miriam Spitzer (3/3), Angelika Bensch (1), Petra Kamphausen (4), Franziska Dahlmann (4), Natalie Funke-Kamann (8/2), Annekatrin Brzoskowski, Angela Lenhardt (2), Michaela Buchheim, Sandra Wegner (2), Julia Menge, Martina Koch.
Allerdings haben die ME-Sport-Handballerinnen in den beiden letzten Spielen einen deutlichen Formanstieg erkennen lassen. Der klare 31:24-Sieg über Neuss und die knappe 31:35-Niederlage gegen Nettelstedt haben gezeigt, dass der Aufsteiger den Kampf um den Klassenverbleib längst nicht aufgegeben hat. Der neue Trainer Christoph hat die Formation ein wenig umgekrempelt und dem Team auch mehr Selbstvertrauen eingeflößt. Die Spielerinnen wissen, dass sie gegen den Titelanwärter krasser Außenseiter sind, doch gerade diese Rolle sollte sie ohne Druck, aber mit großem Ehrgeiz in das Duell gehen lassen.
Klarer Sieg im Schlussspurt
Aber auch die Remscheiderinnen haben neben ihren Ambitionen einen zusätzlichen Motivationsansatz: ME-Sport hatte die HGR mit einem 36:23-Triumph aus dem WHV-Pokal geworfen. Zwar hatte damals Coach Jörg Freund nicht seine Bestbesetzung zur Stelle, nutzt die Pleite aber, um Wiedergutmachung zu fordern. Zuletzt feierten die Remscheiderinnen einen – allerdings viel zu hohen – 34:24-Sieg über den HSV Gräfrath. Der Lokalrivale aus Solingen musste zudem ohne Ex-Nationalspielerin Silke Gnad auflaufen und über weite Strecken auch auf Spielertrainer Annekatrin Brzoskowski (schmerzhafte Rückenbeschwerden) verzichten. Erst in der letzten Viertelstunde zogen die HGR-Handballerinnen von 21:19 auf 23:19 und dann von 27:23 entscheidend auf 31:23 davon.
Die Remscheider Defensive wird auch heute sicherlich gefordert. Denn Kim Spiecker, Dana Böhmer, Steffi Gerits, Sabrina Fischer und „Rocky“ Petridou haben in den letzten ME-Sport-Spielen ihre Wurfqualitäten unter Beweis gestellt. Zudem hofft ME-Sport-Coach Christoph Schon, dass Leih-Torhüterin Vanessa Beier der Abwehr wieder viel Sicherheit gibt.
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