Handball: Kräfteverschleiß zu groß
VON RAINER THRON - zuletzt aktualisiert: 24.09.2007Die Handballerinnen von Mettmann-Sport bieten eine couragierte und überzeugende Leistung.
Die Mini-Truppe des Aufsteigers beweist trotz der Niederlage ihr Regionalliga-Format.Sport – HSG Siebengebirge/Thomasberg 28:32 (14:12). Trotz einer couragierten, spielerisch starken und vor allem in der Abwehr stark verbesserten Leistung reichte es für die ME-Sport-Handballerinnen (noch) nicht zu den ersten Punkten in der Regionalliga. Lange Zeit hatten die Mettmannerinnen die Partie bestimmt, mussten sich letztlich aber mit 28:32 geschlagen geben.
Fünf Ausfälle
Der Hauptgrund für die Niederlage ist offensichtlich: Der Aufsteiger musste mit einer Mini-Truppe antreten, der in der Schlussphase die Kräfte ausging. Neben Torhüterin Carola van Huth (Bandscheibenvorfall) sowie den Linkshänderinnen Annika Essen (beginnt wieder mit dem Lauftraining) und Paula Nowodworski (Urlaub) musste der neue Trainer Christoph Schon kurzfristig auch auf die erfahrene Nicole Niederdorf (Einnahme von Antibiotikum) verzichten. Zudem hatte Youngster Sandra Dörken die gesamte Woche das Bett gehütet, ihr Einsatz wäre zu riskant gewesen. So musste ME-Sport mit sieben Feldspielerinnen auskommen, während die Gäste auf eine volle Bank zurückgreifen konnten.
Team, Tore, Termin
Mettmann-Sport: Melanie Fluess – Dana Böhmer (4/1), Kim Spiecker (10/5), Svenja Fischer, Sabrina Fischer (4), Stephanie Gerits (7), Sandra Dörken (n.e.), Jenni Verhoeven, Julia Potthoff (3).
Nächstes Spiel: SG Knetterheide/Schötmar – Mettmann-Sport (Sonntag, 30. September, 17 Uhr).
Kim Spiecker nicht zu stoppen
Zu Beginn der Partie trumpften die Mettmannerinnen groß auf. Zwar erzielte Thomasberg den ersten Treffer, doch danach spielte nur noch der Klassenneuling. Über 4:1 zog ME-Sport bis zur 16. Minute auf 10:4 davon. Vor allem die bärenstarke Linkshänderin Kim Spiecker war nie zu stoppen. Der HSG-Trainer Marcus Schmitz reagierte, nahm eine Auszeit und ordnete seine Mannschaft neu. Die Maßnahme hatte Erfolg: Die Gäste „streuten zunehmend Sand ins Angriffsgetriebe“ der bis dahin so spielfreudigen Mettmannerinnen. Bis zur Pause verkürzte Thomasberg auf 12:14.
Nach dem Wiederanpfiff verteidigten die ME-Sport-Handballerinnen zunächst den knappen Vorsprung. Dann aber machte sich der Kräfteverschleiß der Mini-Truppe immer mehr bemerkbar. Da zudem die Schiedsrichter in dieser wichtigen Phase mehrere für den Aufsteiger „unglückliche“ Entscheidungen trafen, gingen die Gäste mit 23:21 in Führung. Doch die Mettmannerinnen bäumten sich gegen die drohende Niederlage auf, glichen beim 23:23 aus, hatten dann beim 25:24 und 26:25 sogar wieder knapp die Nase vorn. Nicht nur in dieser Phase stellte Neuzugang Stephanie Gerits ihren Wert für die Mannschaft unter Beweis. Dann aber kassierte Dana Böhmer eine fragwürdige Zeitstrafe und Thomasberg zog mit vier Treffern in Folge zum 29:26 entscheidend davon.
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