Basketball: Lange Gesichter
VON RAINER THRON - zuletzt aktualisiert: 01.03.2007Die Basketballerinnen von Mettmann-Sport zeigt beim 39:64 in Oberhausen die schlechteste Saisonleistung.
Der Landesligist muss weiterhin um den Klassenerhalt bangenOberhausen IV – Mettmann Sport 64:39 (32:11). Der erste Teil beim Unternehmen Klassenerhalt verlief nach Plan: Das Landesliga-Schlusslicht TuS Hilden war beim 41:81 gegen den neuen Spitzenreiter Oberhausen III chancenlos. Nun mussten die ME-Sport-Basketballerinnen „nur“ noch ihren Teil beitragen. Bei einem Sieg über den Drittletzten Oberhausen IV wäre der Vorsprung zum TuS Hilden auf uneinholbare sechs Punkte angewachsen. Doch nach der schlechtesten Saisonleistung kamen die Mettmannerinnen mit 39:64 unter die Räder – und schlichen mit langen Gesichtern vom Feld. „Trainerin Birgit Plescher hat viele Höhen und Tiefen mit ihrer Mannschaft erlebt,“ berichtet Pressesprecher Peter Kürner. „Doch dieser Auftritt verschlug ihr die Sprache.“
Teams, Punkte, Termin
ME-Sport, Frauen: Inga Christiansen (18), Natalia Lir (10), Nicole Faber (4), Ina Herdram (4), Anna Stein (3), Laura Tilly, Maraike Stang, Inga Berendonk.
ME-Sport, U12: Robert Stanislowski (21), Jannis Strenger (16), Leon Vollerigh (14), Julian Reidick (12), Jonathan Narjes (5), Jan Krüger (4), Tom Breuch (4), Sophie Kürner (2), Vinzent Weier (2).
Zwei Pünktchen in zehn Minuten
Nach dem ersten Viertel stand es 15:9 für Oberhausen. In den zweiten zehn Minuten erzielte ME-Sport ganze zwei Pünktchen – eine indiskutable Ausbeute. „Beim 11:32 zur Halbzeit war die Niederlage schon besiegelt“, so der ebenfalls maßlos enttäuschte Peter Kürner.
In der Pause versuchte Birgit Plescher ihr Team zu „reanimieren“, was dank der Leistungen von Natalia Lir und der starken Inga Christiansen mit dem Viertelergebnis von 19:17 für die Mettmannerinnen auch gelang. Doch das Aufbäumen erwies sich nur als Strohfeuer. Im letzten Viertel fehlte fast jegliche Gegenwehr, die Oberhausenerinnen hatten leichtes Spiel, um den 64:39-Sieg nach Hause zu bringen.
„Nach dieser Leistung kann es nur noch aufwärts gehen“, merkte Birgit Plescher sarkastisch an. Bleibt zu hoffen, dass die ME-Sport-Basketballerinnen schnellstens ihren Kampf- und Teamgeist wiederfinden. „Der war ihnen offensichtlich bei der Hinfahrt auf der A 3 abhanden gekommen“, so Peter Kürner. Vor allem Ina Herdram und Anna Stein bleibe zu wünschen, dass sie ihre Normalform zurückfinden, um die Saison erhobenen Hauptes – und mit dem Landesliga-Verbleib – beenden zu können.
SSG Ronsdorf – Mettmann-Sport U12 36:80 (12:34). Nach einem konzentrierten Start lagen die U12-Basketballer von ME-Sport am Ende des ersten Viertels schon 17:4 in Führung. Im zweiten Abschnitt baute das Team des Trainergespanns Abdul Etemi und Markus Erler dank einer Serie von Robert Stanislowski seinen Vorsprung bis zur Halbzeit auf 34:12 aus. Im dritten Viertel hatten Jannis Strenger und Julian Reidick „ihren Auftritt“ (61:20). Die letzten zehn Minuten gestalteten die Ronsdorfer nahezu ausgeglichen (16:19).
Die Partie wurde von Petra Kremer geleitet. Die Ex-Nationalspielerin und einzige Schiedsrichterin in der Männer-Bundesliga ließ es sich nicht nehmen, den jungen Basketballern alle Entscheidungen anschaulich zu erklären. Ein lehrreiches Spiel.
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