Handball: ME-Sport II verpasst Punktgewinn
VON CARSTEN BURGHOFF - zuletzt aktualisiert: 01.05.2007Radevormwald/Herbeck – Mettmann-Sport II 30:24 (12:10). Es wäre mehr drin gewesen für die abstiegsbedrohten Mettmanner Verbandsliga-Handballer, wenn sie nicht in den entscheidenden Aktionen Nerven gezeigt hätten und wenn sie nicht immer wieder am überragenden Radevormwalder Schlussmann Detlef Röbke gescheitert wären.
Denn über 55 Minuten boten die Gäste den Bergischen einen sehr ordentlichen Kampf und ließen den Favoriten nicht davonziehen. Im Gegenteil: 17:15 (40.) führte das Team von Trainer Kai Buschhaus, das dann aber eine glasklare Chance zum 18:15 leichtfertig vergab. Stattdessen legten die Gastgeber einen Zahn zu – und nur acht Minuten später führte Rade mit 22:18. Zum Glück erlahmte der Kampfgeist der Mettmanner nie, und so war in der besagten 55. Minute noch alles offen. Mit nur einem Tor in Rückstand (22:23) und mit einem möglichen Punktgewinn gegen den Abstieg vor Augen, klappte plötzlich aber nichts mehr. Die Abwehr war zu löcherig. Da konnte der herausragende Torhüter „Matze“ Haide, nichts mehr retten. Zudem vergaben die Mettmanner weiterhin zu leichtfertig beste Chancen und waren letztlich gegen die schnellen Gegenstöße der Rader machtlos. Nach fünf Treffern in Folge zum 28:22 stand der Sieger der Verbandsliga-Partie fest.
Dennoch wollte Kai Buschhaus seinen Spielern keinen Vorwurf machen. „Alle haben super gekämpft, aber leider in den entscheidenden Phasen des Spiels versagt“, ärgerte sich der ME-Sport-Coach. Dass der Sieg der Radevormwaldder drei Tore zu hoch ausgefallen sei, sah sein Kollege Axel Eigenwillig natürlich ein wenig anders. Letztlich war aber auch diese Einschätzung gleichgültig, denn die Enttäuschung, über eine verpasste Chance im Abstiegskampf Boden gut zu machen, saß tief. „Jetzt müssen wir versuchen, die Punkte gegen Essen zu holen“, So Kai Buschhaus. Allerdings weiß man nie, in welcher Besetzung die Zweitvertretung des Zweitliga-Spitzenreiters TuSEM aufläuft.
Mettmann-Sport: Haide, Dorn – Löring (7/3), Werner (4), Boemer (3), Kampen (3), Eschen (3), Ashamole (2), Töller (2), Günther, Pawelczyk, Bastigkeit, Langbehn.
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