Fußball: Niederrheinliga-Kracher abgesagt
VON O. SCHAULANDT UND K. MÜLLER - zuletzt aktualisiert: 10.02.2010Die Schneefälle und der tief gefrorene Rasen machen im Grotenburg-Stadion Fußball unmöglich. Das mit großer Spannung erwartete Spiel KFC Uerdingen gegen 1. FC Wülfrath und die Premiere von Ailton fallen aus..
"Ich gehe davon aus, dass wir spielen können", so Detlev Flick. Der Fachbereichsleiter für Freizeit, Sport und Bäder der Stadt Krefeld, hatte am Dienstag zuversichtlich gehofft, dass der "Kracher der Fußball-Niederrheinliga" KFC Uerdingen gegen 1. FC Wülfrath angestoßen werden kann und der brasilianische Ex-Profi Ailton seine Premiere im Krefelder Trikot gibt. "Die Kälte ist weniger das Problem. Schwieriger könnte es nur werden, wenn viel Niederschlag kommt."
Und genau das passierte am Dienstag: Minus-Temperaturen und zuweilen heftige Schneefälle. Die Platzbesichtigung um 14.30 Uhr war schnell beendet. Mit dem Ergebnis: Der Rasen in der Grotenburg ist tief gefroren, die Partie gegen Wülfrath muss abgesagt werden.
Planungen
"Wir geben der Mannschaft über Karneval frei," erklärte der FCW-Vorsitzender Michael Massenberg. "Wir bemühen uns nun allerdings um einen Testspiel-Gegner für den kommenden Dienstag."
Drei Fernsehsender
Der Rummel bei der von der Rheinischen Post präsentierten Premiere des Brasilianers Ailton wäre groß gewesen. Allein drei Fernsehsender hatten ihr Kommen angekündigt, dazu Medienvertreter von Zeitungen aus halb Deutschland – selbst aus Berlin.
Nur in Krefeld hatten sich die Fans zurückgehalten. Am Dienstag waren erst rund 1200 Karten im Vorverkauf weg – zu ungewiss war die unsicherer Witterungslage und das Hickhack um den Gesundheitszustand Ailtons. "Er wird spielen, definitiv", hatte Geschäftsstellenleiter Lutz Spendig betont. Er war auch davon ausgegangen, dass das Geschäft an den Abendkassen brummen würde: "Wir rechnen mit mindestens 4000 Zuschauern." Deshalb hatten die Mitarbeiter der Geschäftsstelle auch Extraschichten eingelegt.
FCW mit Bestbesetzung
"Wir werden in Uerdingen mit einer eher defensiv ausgerichteten Einstellung in die Partie gehen. Alles andere wäre gegen so ein Klasse-Team Harakiri", hatte FCW-Coach Frank Kurth angekündigt – aber auch betont: "Wir fahren nicht nach Krefeld, um in Ehrfurcht zu erstarren und uns eine Niederlage abzuholen. Im Gegenteil – vielleicht gelingt es uns, den KFC etwas zu ärgern." Zumal sich seine Elf beim 2:1 über den Landesligisten SV Uedesheim und beim 0:1-Niederlage gegen den NRW-Ligisten SW Essen in guter Verfassung präsentiert hatte. Und Frank Kurth zudem bis auf Stammkeeper Bastian Honnacker (beruflich in München) seine Top-Formation hätte aufbieten können. Mit allen Neuzugängen: Torhüter Oliver Hassler und Ex-Profi Mohammed Basar in der Startelf, Halil Kudu und Anastasios Papoulidis auf der Bank.
Der runderneuerte KFC Uerdingen wäre dagegen nicht in Bestbesetzung aufgelaufen. Weiterhin gesperrt ist Stürmer Regjep Banushi, der im Testspiel gegen Wattenscheid die rote Karte gesehen hatte. Und auch von den Neuzugängen des Winters hätten zwei zuschauen müssen: Kosi Saka, den Trainer Wolfgang Maes gerne auf der Außenverteidigerposition spielen lassen würde, ist verletzt. Und für den Brasilianer Reiff lag noch keine Freigabe seines bisherigen Vereins aus Brasilien bei den Uerdingern vor. Sonst wären aber alle Neuen aufgelaufen, auch Mittelfeldspieler Ersan Tekkan, den Wolfgang Maes im Test beim 1. FC Bocholt (4:1) noch geschont hatte .
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