Fußball: Ratinger Marner stellt sich in Wülfrath vor
zuletzt aktualisiert: 15.05.2007Ratingen (RP) Thomas Galewski setzte sich an der rechten Außenlinie durch und kreuzte Andreas Burghammer im Strafraum so, dass dieser die Wahl hatte: Laufen lassen oder foulen und den Elfmeter in Kauf nehmen. Der Abwehrspieler des VfL Rhede griff den Angreifer von Germania Ratingen nicht an, der bis zur Grundlinie ging und den einschussbereiten Suat Tokat bediente. Das 1:0 war mustergültig herausgespielt. Dass es das Tor des Tages sein sollte, konnte zu diesem Zeitpunkt niemand ahnen (30.).
Und es hätte nicht das Tor des Tages sein dürfen, denn beide Fußball-Verbandsligisten hatten ein halbes Dutzend guter Chancen. Erinnert sei nur an Gengo Setas Alleingang, der von Rhedes Torhüter Lars Swoboda in letzter Sekunde gestoppt wurde, an Hakan Yalcinkaya, der den Ball haarscharf per Kopf verpasste, an Andreas Kusels Kopfball, der völlig freistehend am Torhüter scheiterte oder an Kusels Schuss über das Tor, der der vergebenen Chance des Bochumers Gekas tags zuvor gegen Stuttgart ähnelte. Aber auch die Rheder hatten zwei Riesen-Möglichkeiten (Elsinghorst, Schild).
Der Sieg der Ratinger, die am Sonntag beim 1. FC Wülfrath antreten, war verdient. Nur Timo Marner war gefrustet: Der „Neu-Wülfrather“ sah die gelb-rote Karte. Eine äußerst harte Entscheidung des Unparteiischen, der zweimal auf Abseits entschied. Und in beiden Fällen schoss Timo Marner Richtung Tor. Das ist natürlich verwarnungswürdig, insofern zwischen dem Schuss und dem Pfiff eine gewisse Zeit vergeht. Diese Spanne war zumindest im zweiten Fall äußerst gering.
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