Handball: Respektables Regionalliga-Debüt
zuletzt aktualisiert: 17.09.2007Bayer Leverkusen II – Mettmann-Sport 36:31 (17:16). Das „Abenteuer“ Regionalliga begann für die Handballerinnen von Mettmann-Sport mit der erwarteten Niederlage. Dennoch sah man im Lager des Aufsteigers trotz des 31:36 beim Vizemeister der vorigen Saison weitgehend zufriedene Gesichter. In der ersten Halbzeit lieferte das Team des neuen Trainers Christoph Schon den Leverkusenerinnen nicht nur eine ausglichene Partie, sondern lag gegen den haushohen Favoriten sogar mehrfach in Führung. Im zweiten Durchgang reichte der couragierte Auftritt der Mettmannerinnen immerhin, um ein respektables Ergebnis zu erzielen.
Dass es gegen die „Fohlen“ des Bundesligisten am Ende nicht zu einem Punktgewinn reichte, war in erster Linie auf den kleinen Kader zurück zu führen. Während Bayer-Trainerin Meike Neitsch aus dem Vollen schöpfen konnte, standen nur zehn ME-Sport-Handballerinnen auf dem Spielbericht. Zudem nutzten die technisch sehr gut ausgebildeten und pfeilschnellen Leverkuserinnen Fehlwürfe oder technische Schnitzer der Gäste zu vielen Konter-Treffern, bei denen auch die ansonsten starke Torhüterin Melle Fluess machtlos war. Dagegen war im gebundenen Angriff kaum ein Unterschied zu erkennen. Im Gegenteil, hier schienen die Mettmannerinnen sogar kleine Vorteile zu haben.
Das Spiel begann sehr gut für den Regionalliga-Neuling: Der starke Rückraum mit Kim Spiecker, Dana Böhmer und der enorm verbesserten Stephanie Gerits setzte Leverkusen unter Druck. Die Folge waren die Führungen bis zum 9:9 (18.). Doch dann nahmen sich die Gäste eine knapp fünfminütige Auszeit, die Bayer zum 14:10 nutzte. Bis zur Pause gelang den Mettmannerinnen aber wieder der Anschluss – mit einem knappen 17:16 ging es in die Kabinen.
Form in der Kabine gelassen
Und dort hatten dann sowohl die Gäste als auch die bis dahin einwandfrei pfeifenden Schiedsrichter Bartknecht/Wiertz offensichtlich ihre Form gelassen. Leverkusen zog innerhalb von zehn Minuten mit druck- und schwungvollen Aktionen, aber auch mit der Unterstützung der Unparteiischen, die in Zweifelsfällen immer für Bayer entschieden, auf 28:20 davon. Damit war die Begegnung natürlich entschieden. Aber die Mettmannerinnen zeigten Moral, kämpften sich zurück und verkürzten bis zur Schlusssirene auf 31:36.
„Es war kein schlechtes Spiel meiner Mannschaft“, bilanzierte ME-Sport-Trainer Christoph Schon zunächst zufrieden. „Leverkusen hat verdient gewonnen – wenn auch mit ein wenig Hilfe der Schiedsrichter. Ich habe bei uns allerdings noch mehrere Baustellen entdeckt. Daran werden wir in den nächsten Wochen hart arbeiten müssen.“
ME-Sport: Melanie Fluess – Dana Böhmer (9), Kim Spiecker (11/4), Svenja Fischer, Sabrina Fischer (3), Nicole Niederdorf, Stephanie Gerits (4), Sandra Dörken, Jenni Verhoeven (1), Julia Potthoff (3).
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