Handball: „Rote Laterne“ hängt in Mettmann
zuletzt aktualisiert: 02.10.2007Knetterheide-Schötmar – Mettmann Sport 32:23 (14:8). Die „Rote Laterne“ der Frauen-Regionalliga hängt in Mettmann. Und das völlig zurecht: Die ME-Sport-Handballerinnen waren bei der 23:32-Pleite gegenüber den ersten beiden Spielen nicht wiederzuerkennen. Bei den Niederlagen zuvor hatte der Aufsteiger zumindest durch Kampfgeist und mannschaftliche Geschlossenheit überzeugt.
Trainer Christoph Schon enttäuscht
„Ohne Einstellung und mit 46 Ballverlusten ist in dieser Liga kein Blumentopf, geschweige denn ein Spiel zu gewinnen“, so der enttäuschte Trainer Christoph Schon. Steckte den jungen Mettmannerinnen die gut zweistündige Anfahrt noch in den Beinen oder waren sie von der großen und sehr lautstarken Kulisse beeindruckt ? Allerdings traf ME-Sport auf einen hoch motivierten Gegner. Knetterheide wurde vor Saisonbeginn zumindest zum erweiterten Kreis der Titelaspiranten gezählt, hatte aber mit Niederlagen gegen Remscheid und Stemmer einen Fehlstart erwischt.
Von Beginn an waren die Mettmannerinnen chancenlos. Knetterheide führte schnell mit 3:0: Die Gäste leisteten kaum Gegenwehr, waren im Angriff unkonzentriert. Die ersten fünf Wurfversuche landeten neben dem SG-Kasten oder wurden von der guten Torhüterin gehalten. Nach knapp zehn Minuten lief es dann bei ME-Sport etwas besser, zumindest der Drei-Tore-Rückstand wuchs nicht an. Im Mettmanner Team zeigte nur Dana Böhmer nach einigen Fehlwürfen zu Beginn eine gute Leistung und hielt ihre Mannschaft fast im Alleingang im Spiel. Kurz vor dem Gang in die Kabinen folgte aber ein völliger Blackout, den Knetterheide zur vorentscheidenden 14:8-Führung nutzte.
Nach dem Wiederanpfiff plätscherte das Spiel vor sich hin. Die Truppe von Trainerin Chrissi Tornau verwaltete ihren Vorsprung, ohne von den Mettmannerinnen gefährdet zu werden. Neben Dana Böhmer konnte am ehesten die erst 17-jährige Linksaußen Sandra Dörken gefallen, die ohne Nervenflattern ihr Bestes gab.
„Lehrreiche Trainingseinheit“
Coach Christoph Schon und sein Team haben knapp zwei Wochen Zeit, die vielen Defizite abzuarbeiten. Der „Pokal-Kracher“ in der 2 DHB-Runde gegen den Deutschen Ex-Meister und Zweitliga-Spitzenreiter Borussia Dortmund am Sonntag (17.30 Uhr, Herrenhaus) sollte man im ME-Sport-Lager als „lehrreiche Trainingseinheit“ betrachten für das dann folgende Richtung weisende Duelle gegen Kempen, einen direkten ebenfalls noch punktlosen Konkurrenten im Abstiegskampf.
ME-Sport: Melanie Fluess – Kim Spiecker (7/1), Dana Böhmer (10/2), Sabrina Fischer (1), Svenja Fischer (2), Stephanie Gerits, Jenni Verhoeven (1), Julia Potthoff (1), Sandra Dörken (1), Steffi Stemmler.
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