Rumpftruppe hält lange mit
VON RAINER THRON - zuletzt aktualisiert: 12.09.2006Mettmann-Sport verliert das Landesliga-Derby gegen Velbert mit 55:75.
Die sieben Basketballerinnen müssen in der Schlussphase dem hohen Kräfteverschleiß Tribut zollen.So spielten sie
ME-Sport-Frauen: Birgit Plescher (20), Konstanze Kürner (13), Nicole Kasch (9), Natalia Lir (6), Anna Stein (4), Ina Herdram (3), Inga Berendonk.
ME-Sport-U12: Niklas Grill (16), Robert Stanislowski (12), Jannis Strenger (11), Sophie Kürner (10), Yannik Raube (8), Leon Vollerigh (5), Jordis Wächter (4), Dominik Suchinski (4), Yannick Hartung (2), Jonathan Narjes (2),, Leonie Schlaf (2), Henri Link .
Mettmann-Sport – Velbert Baskets 55:75 (25:31). Zum Saisonstart beim TuSEM Essen war der Mettmanner Basketball-Landesligist gerade mit einer kompletten Mannschaft von fünf Spielerinnen angetreten. Die überaus unglückliche 68:69-Niederlage nach zweimaliger Verlängerung tat somit besonders weh. Zumal sich die Mettmannerinnen mit einer etwas besseren Freiwurf-Ausbeute schon in der regulären Spielzeit den Sieg hätten sichern können. Auch im ersten Heimspiel gegen den niederbergischen Rivalen aus Velbert musste Spielertrainerin Birgit Plescher alles aufbieten, was gerade noch laufen konnte, um überhaupt eine spielfähige Mannschaft stellen zu können. Natalia Lir geht „im normalen Leben“ nach der eben überstandenen Kreuzband-Operation noch an Krücken. Konstanze Kürner war eine noch nicht auskurierte Infektion anzumerken. Ina Herdram war an diesem Tag ein Schatten ihrer selbst. Glücklicherweise konnte Nicole Kasch wieder auflaufen, sonst hätte Mettmann die Partie kampflos verloren geben müssen.
Auf einen Punkt heran gekämpft
Trotzdem hielt das Team aus der Kreisstadt im niederbergischen Derby gegen den Landesliga-Aufsteiger aus Velbert lange Zeit erstaunlich gut mit. Zur Pause führten die Gäste nur mit 31:25. Auch im dritten Viertel ließen sich die Mettmannerinnen nicht abschütteln, kämpften sich zwischenzeitlich sogar auf einen Punkt heran. Erst in der Schlussphase mussten die „sieben Aufrechten“ dem Kräfteverschleiß Tribut zollen. Die komplett angetretenen Velberterinnen zogen mit dem Elan und der Begeisterung eines Aufsteigers wieder davon. Entscheidenden Anteil am letztlich noch deutlichen 75:55-Erfolg der Gäste hatte die überragende Sina Mackay.
Es bleibt zu hoffen, dass sich die Mannschaft um Spielertrainerin Birgit Plescher, die mit 20 Punkten beste Mettmannerin war, schnellstens komplettiert. Denn schon am kommenden Sonntag wartet eine hohe Hürde: Der bislang zweimal erfolgreiche Landesliga-Zweite Barmer TV kommt in die KHG-Halle (12 Uhr).
Mettmann-Sport – Haaner TV 74:20 (33:11). Die U12-Basketballer kommen in Fahrt. Die Heimpremiere fand allerdings unter bescheidenen äußeren Bedingungen statt. „Die Trikots mussten mangels geeigneter Ausstattung aus der Altkleidersammlung der Handball-Abteilung zusammengetragen werden,“ berichtete Pressesprecher Peter Kürner. „Der Schiedsrichter hatte arge Bedenken wegen der zum Teil mit Tesa-Krepp geflickten Spielbekleidung.“ Das konnte aber die Begeisterung und Spielfreude der Mettmanner nicht beeinflussen. Das Team des Trainergespanns Markus Erler und Abdul Etemi ließ die Haaner durch gekonntes Pressing nicht zur Geltung kommen.
Stanislowski bedient Grill
Herausragend war vor allem das Spielverständnis von Robert Stanislowski, der ein ums andere Mal den Haanern den Ball im vollen Lauf abnahm und Niklas Grill bei dessen Punktejagd bediente. Stark auch wieder Leonie Schlaf, Jordis Wächter und Sophie Kürner, die trotz einer schmerzhafter Fingerprellung eine sichere Punktelieferantin war. „Vielleicht bekommt diese begeisterungsfähige Truppe bald eigene Trikots vom Großverein zur Verfügung gestellt“, hofft Peter Kürner. Die Motivation und das Selbstwertgefühl der jungen Basketballer würde dies stärken – ganz abgesehen vom Bild des Vereins im öffentlichen Auftreten.
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