Handball: TBW gibt Spiel aus der Hand
VON FRANK FISCHER - zuletzt aktualisiert: 05.01.2009Die Wülfrather Handballerinnen führen im Oberliga-Duell gegen Friedrichsfeld bereits mit 16:10, kassieren nach einem totalen Einbruch aber eine 18:21-Pleite zum Jahresauftakt.
– SV Friedrichsfeld (Damen) 18:21 (11:10). Für die Handballerinnen des TB Wülfrath gab es keinen guten Start ins neue Jahr. Völlig unnötig verlor der Oberligist das Heimspiel gegen den Tabellenvierten Friedrichsfeld und kann sein Augenmerk nun darauf legen, sich im sicheren Mittelfeld von der Abstiegszone fernzuhalten.
Da Coach Jurek Tomasik noch im Urlaub weilte, übernahmen Jugendtrainer Jan Knobel und Jugendwartin Edith Weber die Betreuung auf der TBW-Bank. Und die Wülfratherinnen starteten vor leider nur wenigen Zuschauern furios ins Spiel. Mit schnellen Kombinationen und guten Abschlüssen gelang den Gastgeberinnen ein klarer 6:2-Vorsprung (12.). Doch dann fanden die Gäste besser ins Spiel, profitierten allerdings auch vom konditionellen Nachlassen der Wülfratherinnen. Bis zur Pause schaffte Friedrichfeld vor allem durch die Wurfkraft von Nicole Schulte-Euler wieder den Anschluss.
In der Kabine fand das Interims-Trainerduo des TBW aber offenbar die richtigen Worte. Hellwach starteten die Gastgeberinnen auch in die zweite Halbzeit und führten nach fünf schnellen Toren mit 16:10 (38.). Kaum ein Fan auf der Tribüne zweifelte in dieser Phase am Erfolg der Gastgeberinnen. Doch wie gewonnen, so zerronnen: Nach einigen Auswechslungen kam erneut ein kompletter Bruch ins Wülfrather Spiel. Friedrichsfeld, angetrieben von der erfahrenen Andrea Glasmacher, zog der SV seine Taktik konsequent durch, holte Tor um Tor auf und glich beim 16:16 (49.) erstmals wieder aus. Während bei Wülfrath nun die Nerven flatterten und überhaupt nichts mehr gelingen wollte – nur zwei Tore in den letzten 22 Minuten –, behielten die Gäste die Übersicht und kamen bis zum Schlusspfiff noch zu einem mehr als schmeichelhaften Erfolg. Nach der Partie war der Frust bei den Wülfratherinnen aufgrund der völlig unnötigen Pleite recht hoch, während die Gäste sich wunderten, die Begegnung noch gedreht zu haben.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum