Handball: TBW wirft Oberligisten aus dem Rennen ME-Sport: Pokalhürde locker genommen Klare Niederlage gegen Oberliga-Schlusslicht
zuletzt aktualisiert: 24.09.2007– ASV Süchteln 29:20 (15:11). Für eine große Überraschung sorgten die jungen TBW-Handballerinnen in der 2. HVN-Pokalrunde: Mit 29:20 warf der Verbandsligist den Oberliga-Vierten ASV Süchteln aus dem Rennen und zog in die 1. WHV-Runde ein.
Coach Jurek Tomasik war natürlich hoch zufrieden: „Eine tolles Spiel meiner Mannschaft. Sie hat sich in den letzten Wochen kontinuierlich gesteigert und nimmt immer mehr von meinem Training an. Derzeit macht es richtig Spaß mit den Mädels zu arbeiten.“ Zwar trat Süchteln nicht mit seinem kompletten Kader an, doch auch gegen das in der Fliethe-Halle angetretene ASV-Team muss man erst einmal so sicher gewinnen.
Katrin Macherey in Topform
Von Anfang setzten die Wülfratherinnen die Gäste mächtig unter Druck und zogen – gestützt auf die wiederum starke Torhüterin Katrin Macherey – von 5:3 (9.) auf 13:6 (22.) davon. Zwar verkürzten die Süchtelnerinnen bis zum Wechsel auf 15:11, doch dieser Zwischenspurt war nur ein Strohfeuer. Sofort nach dem Wiederanpfiff machten die TBW-Handballerinnen deutlich, wer die bessere Mannschaft ist und wer als Sieger vom Feld gehen wird. Über 17:12 ( 35.) und 21:13 (42.) bauten die Wülfratherinnen ihre Führung auf 27:16 aus (53.). In den letzten Minuten ließ zwar etwas die Konzentration nach, doch Süchteln gelang nicht mehr als eine kleine Resultatsverbesserung.
Der TBW bot eine überzeugende Teamleistung, allein neun Feldspielerinnen trugen sich in die Torschützenliste ein. „Die Deckung stand wieder hervorragend“, lobte Jurek Tomasik. „Vor allem die Abstimmung mit Katrin im Tor wird immer besser. Zudem haben wir viele schöne Spielzüge gezeigt und auch erfolgreich abgeschlossen.“
TB Wülfrath: Katrin Macherey – Maren Pohlmann (2), Xenia Trippel (5), Kiki Nitzschmann (4), Lisa Fromm, Mareike Bauer (1), Kerstin Weber, Saskia Buiting, Hannah Struck (1), Nathalie Schultz (3), Meike Malewski (1), Chris Burmeister (8), Franzi Döpper (4), Anja Krohm (n.e.). ff
ATV Hückeswagen – Mettmann-Sport 25:40 (15:22). Auch ohne André Loschinski, Martin Panthel (verletzt) und Moritz Hinnenthal (beruflich verhindert) haben die Mettmanner Oberliga-Handballer die Pokalhürde beim Verbandsligisten locker 40:25 genommen und sich für die 1. WHV-Runde qualifiziert.
Maik Schneider und Jens Buss warfen ME-Sport schon in der ersten Minute in Führung, die die Gäste bis zum Schlusspfiff der souveränen Schiedsrichter Andreas Caris/Stefan Foerster aus Viersen nicht mehr abgaben. Zu Beginn setzten sich die hoch motivierten ATV-Handballer zur Wehr, kamen auch beim 2:3 und 5:6 zum Anschlusstreffer. Doch dann zog das Team von Trainer Lutz Plümacher mit schnellen Ballpassagen über 8:5 und 12:6 bis zum Wechsel schon auf 22:15 davon.
Torhüter Grünwald erzielt das 11:6
Bemerkenswert war, als Torhüter Sascha Grünwald einen abgewehrten Ball vom eigenen Wurfkreis an den Innenpfosten setzte, der dann zum 11:6 ins Netz sprang. Der agile Kreisläufer Jens Buss sowie die Linkshänder Maik Schneider und Christian Klein waren im ersten Durchgang mit je vier Treffern die erfolgreichsten Werfer.
In der zweiten Halbzeit brachte Lutz Plümacher auch seine Youngster Philipp Werner und Julian Duval, die sich am linken Flügel gut in Szene setzten. Bis zur 48. Minute schraubten die Mettmanner das Ergebnis auf 35:20, drosselten dann das Tempo und trudelten gemächlich aus. Obwohl Sascha Grünwald bis zur 50. Minute 18 Würfe abgewehrt hatte und Ingo Förster in den letzten zehn Minuten auch noch vier Paraden zeigte, war die Einstellung in der Abwehr im Gefühl des klaren Sieges nicht mehr optimal.
Lutz Plümacher war mit der Leistung seiner Truppe dennoch hochzufrieden. Gefreut hat er sich vor allem über das von Christian Klein eingeleitete und von Alex Graf vollendete „Kempa-Tor“ zum 32:18 sowie den „Hattrick“ des 19-jährigen Julian Duval kurz vor Spielende zum 39:23. Die „Vierzig“ machte dann Philip Schmalbuch voll, ehe die Gastgeber durch Daniel Pfeil (4) und Tobias Hag (11/4) – damit auch erfolgreichste ATV-Werfer – die Schlusspunkte setzten.
ME-Sport: Grünwald (1), Förster – Wittgens (1), Buss (4), Schmalbuch (7), Schneider (4), Späth (2), Klein (5/3), Schirweit (4), Graf (8), Werner (1), Duval (3). E.R.
TB Wülfrath – MTV Rheinwacht Dinslaken 30:41 (17:20). Im Gegensatz zu den TBW-Frauen verpassten die Wülfrather Verbandsliga-Handballer eine Pokal-Überraschung. Die Mannschaft von Trainer Jens Leiß unterlag dem Oberliga-Schlusslicht aus Dinslaken am Ende noch klar mit 30:41. Vor allem MTV-Spielertrainer Marius Timofte stellte seine herausragende Klasse unter Beweis. Der erfahrene Spielmacher erzielte alleine zwölf Treffer selbst, brachte zudem mit klugen Anspielen immer wieder seine Nebenleute in beste Wurfposition.
Die Anfangsphase verschliefen die Wülfrather regelrecht. Die defensive Deckungsvariante funktionierte nicht wie erhofft. Auch kritisierte Jens Leiß, dass seine Mannschaft ihr gefürchtetes Tempospiel komplett vernachlässigte. Nach 20 Minuten lagen die Dinslakener 14:9 vorne, gingen mit einer 20:17-Führung in die Pause.
Wülfrather resignierten früh
In der Kabine ordnete Coach Jens Leiß offene Manndeckung an. Und diese Maßnahme schien Erfolg zu haben. Zweimal gelang den Wülfrathern der Anschlusstreffer – letztmals zum 24:25 in der 39. Minute. Doch in dieser Phase vergab der TBW drei Konterchancen durch Abspielfehler. Die Dinslakener nutzten diese Nachlässigkeiten konsequent aus und verschafften sich wieder ein beruhigendes Polster. Die Wülfrather resignierten und ergaben sich fast ohne Gegenwehr in die am Ende noch deutliche Niederlage.
„Uns haben natürlich die Stammkräfte Bodo Leckelt, Marco Krohm und René Sauter gefehlt“, bilanzierte Jens Leiß. „Leider konnten die anderen Spieler die Ausfälle nicht kompensieren. Von der Kritik nehme aber ich unsere A-Jugendlichen aus, die ihre Sache sehr gut gemacht haben“ Auch MTV-Abteilungsleiter Heinz Buteweg war unzufrieden: „Wir haben zwar klar gewonnen, doch im Hinblick auf die Meisterschaft müssen wir uns besonders in der Abwehr erheblich steigern. 30 Gegentore gegen einen Verbandsligisten sind zu viel.“
TB Wülfrath: Hinzen, Becker, Sipply – P. Vogt (9/2), Teermann (2), Amuser (2), Sorgnit (1), Horn (2), Horscht (9/1), Hellbeck (1), M. Holland (3), F. Möller (1).
MTV Dinslaken: Schneider, Salzbrunn, Küper – Schmitz (2), Kellert (5), Neu (5), Bruckwilder, Timofte (12/4), Willam (8), Sentner (5), Fietze (4). ff
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