Handball: Torhüterin gesucht
VON RAINER THRON UND ERWIN ROOS - zuletzt aktualisiert: 20.10.2007Der Handball-Regionalligist Mettmann-Sport hat vor dem Aufsteigerduell in Halle eine Problem-Position: Caro van Hueth verletzt, Melle Fluess erkrankt, Reaktivierung von Angelika Schmidt gescheitert.
Union Halle – Mettmann-Sport. Die Zwischenbilanz der ME-Sport-Handballerinnen nach den ersten vier Spieltagen ist ernüchternd: 0:8 Punkte und 111:131 Tore. Da ist es auch kein Trost, dass der Regionalliga-Aufsteiger zuletzt immerhin die Rote Laterne an den HSV Gräfrath abgegeben hat. Trotz der Personalprobleme und – so der neue Trainer Christoph Schon – auch Fitness-Defizite hätten die Mettmannerinnen punkten können und auch müssen.
Gegen Kempen punkten müssen
Zum Auftakt beim aktuellen Tabellendritten Bayer Leverkusen II musste der Klassen-Neuling eine Niederlage einkalkulieren, zog sich beim 31:36 beachtlich aus der Affäre. Gegen die HSG Siebengebirge-Thomasberg sollte man – zumal im heimischen Herrenhaus – nicht leer ausgehen. Beim 28:32 war allerdings der Ausfall von Spielmacherin Dana Böhmer nicht zu kompensieren. Beim Drittletzten SG Knetterheide-Schötmar waren die Mettmannerinnen völlig von der Rolle (23:32). Spätestens aber gegen den Viertletzten VT Kempen musste der Aufsteiger punkten, brach nach 45 vielversprechenden Minuten und einer 25:20-Führung aber vollkommen ein und verlor noch 29:31.
Service für Fans
Fahrtroute A46 bis Dreieck Wuppertal-Nord, A1 bis Kamener Kreuz, A2 Richtung Hannover bis Ausfahrt Rheda/Wiedenbrück, B64 Richtung Lippstadt/Gütersloh, links L782 Richtung Blankenhagen, nach ca. 15 km rechts Alleestraße Richtung Halle, nach Ortseingang rechts Wasserwerkstraße mit Masch-Halle.
Anwurf Sonntag 16 Uhr.
Infos www.union-halle.de
Trainingsrückstand
Neben dem kleinen Kader, in dem das Leistungsgefälle zudem zu groß ist, und dem Trainingsrückstand einiger Spielerinnen ist die schwache Defensive ein Grund für die Negativserie. Am wenigsten Schuld trifft sicherlich Melanie Fluess. Nach dem Bandscheibenvorfall von Caro van Hueth ist sie die einzige Torhüterin, die sich beachtlich schlägt, aber in der „Schießbude der Regionalliga“ (knapp 34 Gegentreffer pro Spiel) 60 Minuten lang unter „Dauerfeuer“ steht und häufig bei Kontern der Gegner auf sich allein gestellt ist. Der Mettmanner Angriff dagegen hat mit seiner Ausbeute durchaus Regionalliga-Format (fast 28 Tore pro Spiel). Das gefährliche Rückraumtrio Kim Spiecker, Dana Böhmer und Stephanie Gerits hat mit Rechtsaußen Pangiota Petridou inzwischen Verstärkung bekommen. Bei fast allen anderen Spielerinnen ist aber „noch viel Luft nach oben“.
Somit ist ME-Sport auch beim beim Tabellensiebten und Mitaufsteiger in der Außenseiterrolle. HSG-Coach Karl-Heinz Klenke muss die Favoritenrolle annehmen, auch wenn seine junge Truppe (Durchschnittsalter 23,5 Jahre) noch keine konstante Form zeigt. So folgten auf die Siege in Riemke (23:18) und gegen den selbsternannten Aufstiegsfavoriten Remscheid (31:25) Niederlagen gegen Köln (24:29) und zuletzt in Stemmer (26:29). Für Halle spricht neben dem Heimvorteil der große, ausgeglichene und eingespielte Kader sowie mit Sandra Huck und Ina Janssen starke Torhüterinnen.
Und auf dieser Position „drückt Mettmann-Sport der Schuh“: Caro van Hueth (Bandscheibenvorfall) fehlt weiterhin. Die erkrankte Melle Fluess (Nierenbecken-Entzündung) muss bis heute Antibiotika schlucken – Einsatz fraglich. Die angedachte Reaktivierung von Angelika „Heizer“ Schmidt ist gescheitert (Hexenschuss). Derzeit beobachtet Christoph Schon die Torhüterinnen des Mettmanner Bezirksliga-Teams beim Training. Weiterhin fallen Annika Essen und Nicole Niederdorfaus. Linkshänderin Paula Nowodworski (Studium) wird vorläufig nicht mehr Handball spielen.
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