Handball: Treffen alter Bekannter Kellerduelle eröffnen Großkampftag Primus kein Gradmesser Loschinski stoppen
zuletzt aktualisiert: 13.04.2007Mettmann-Sport II – HSG Mülheim. Das Duell des abstiegsbedrohten Tabellenzehnten gegen den ambitionierten Verbandsliga-Dritten ist auch ein Treffen alter Bekannter. Die HSG-Handballer werden vom früheren MTV-Trainer Dirk Rauin gecoacht. Im Tor steht der Ex-Erkrather Sven Maletzki. Kreisläufer Patrick Osterc und Rückraumspieler Jens Flemmig (derzeit verletzt) trugen schon das MSC-Trikot. Das wird allerdings beide Teams nicht daran hindern, mit allen Mitteln um den Sieg zu kämpfen. Die Mettmanner brauchen jeden Punkt zum Klassenerhalt, die Mülheimer dürfen sich keine Blöße geben, um nicht die letzten Titelchancen zu verspielen (Anwurf: 18 Uhr).
Die vom Verletzungspech verfolgte ME-Sport-Truppe wartet seit acht Spielen auf den ersten Sieg unter Trainer Kai Buschhaus. Nach dem 28:28 beim Abstiegsrivalen SW Essen folgten sieben Niederlagen. Ob die Negativserie ausgerechnet gegen die starken Mülheimer endet, scheint fraglich. Im Hinspiel kamen die Mettmanner mit 22:40 unter die Räder. Damals waren Bastian Kempmann und Jens Flemmig (je 8) die herausragenden Werfer. Seit beide verletzt ausfallen, kassierte die HSG zwei Niederlagen in Solingen (TSG 27:31 und BHC III 22:23), musste den Tabellengipfel räumen, ließ zuletzt aber mit dem 35:28 über den Kettwiger TV wieder aufhorchen.
Kai Buschhaus hofft, dass Torhüter Markus Eickelmann nach mehrwöchiger Verletzungspause (Bänderdehnung am Knie) wieder einsatzfähig ist. Zudem wird der ME-Sport-Coach weitere „Trümpfe aus dem Ärmel ziehen“: Knut-Arne Iversen, Jens Buss und Tom Neußer verstärken das Mettmanner Verbandsliga-Team im Kampf um den Klassenerhalt. E.R./thr
Mettmann-Sport IV – MTV Elberfeld II. Das Mettmanner Bezirksliga-Team eröffnet den Großkampftag im Herrenhaus – mit einer wichtigen Begegnung. Die ME-Sport-Handballer sind nach zuletzt acht Niederlagen auf den vorletzten Tabellenplatz zurückgefallen und brauchen dringend einen Erfolg. Im Hinspiel mussten die Mettmanner sich mit 26:31 geschlagen geben. Erstmals wieder in kompletter Besetzung ist morgen (Anwurf: 14 Uhr) gegen den Tabellennachbarn Revanche angesagt.
Mettmann-Sport III – Team CDG GW Wuppertal II. Das Mettmanner Landesliga-Team gehört zum punktgleichen Schlusstrio. Zwei Punkte und zwei Plätze vor dem Vorletzten rangiert der morgige Gegner (Anwurf: 16 Uhr). Das Hinspiel in Wuppertal verlor die Truppe um Spielertrainer Markus Laschet knapp mit 24:26. Somit muss das Ziel im Kellerduell ein Sieg mit drei Toren Differenz sein, um bei Punktgleichheit durch den besseren direkten Vergleich die Nase vorn zu haben. Bis auf den weiterhin verletzten Spielmacher Sebastian Rinne kann Markus Laschet seine Bestbesetzung aufbieten. Gegen den starken Torhüter Thorsten Ströter, den routinierten Regisseur Marc Ströter, die Rückraumschützen Matthias Jusepeitis und Jörg Schultehindrik sowie den agilen Kreisläufer Michael Büddecker müssen die Mettmanner aber auch in Bestform auftrumpfen, um die Abstiegsplätze zu verlassen. E.R.
TuS 82 Opladen – TV Korschenbroich 25:33 (10:14). Die Szene hatte Symbolcharakter: Tim Hilger machte sich in der 42. Minute Richtung TVK-Tor aufmachte. Klug hatte der Opladener einen Pass der Korschenbroicher abgefangen, lief mit Ball und ohne Verfolger durch des Gegners Hälfte, durfte sich die Ecke aussuchen – und warf den Torwart an. Diese Aktion fasste das gesamte Match zusammen: Die abstiegsbedrohten TuS-Handballer scheiterten mit 25:33 am starken Tabellenführer – aber oftmals auch an sich selbst. „Wir haben auch in den Spielen zuvor immer wieder einfache Fehler gemacht. Aber heute sind sie eiskalt ausgenutzt worden“, so Trainer Sven ter Veer.
Nur im ersten Abschnitt hielten die Opladener Anschluss. Vor allem weil die Defensive bis auf die linke Seite um Jean-Francois Voigt recht stabil stand. Allerdings fehlten im Angriff Ideen und Überraschungsmomente, um den Ligaprimus ernsthaft ins Grübeln zu bringen. Kam die Klarheit, wer am Ende als Sieger vom Parkett gehen würde, in der ersten Hälfte noch in kleinen Schritten, verabreichten die Korschenbroicher nach der Pause ihre Dominanz in größeren Dosen. Ruhig, kontrolliert und ungemein effektiv bauten sie ihre Führung aus. In der Phase nach der Pause habe sich seine Mannschaft etwas hängen lassen, kritisierte Sven ter Veer. „Aber in der letzten Viertelstunde haben die Jungs den Kampf noch einmal aufgenommen. Das stimmt mich positiv.“
Die Opladener trösteten sich mit der Erkenntnis, dass Korschenbroich nicht der Gradmesser war, um die Chancen im Abstiegskampf auszuloten. „Für den Rest der Saison bedeutet diese Partie gar nichts. Die Entscheidung fällt vermutlich sowieso erst an den letzten beiden Spieltagen“, betonte Sven ter Veer. Einen wichtigen Hinweis werde aber schon die nächste Begegnung geben: Beim punktgleichen Schlusslicht Mettmann.
Opladen: Conradi – Hilger (6/3), Nikolic (4/2), F. (4) und J.-F. (3) Voigt, Schlierkamp (3), Daun (2), Eisenbach (2), Matosevic (1), Jacobs.
OPLADEN (RP) Die vier Siege in Folge des Schlusslichts Mettmann-Sport haben das untere Tabellendrittel der Handball-Regionalliga kräftig durcheinander gewirbelt. Aus dem sicher geglaubten ersten Abstiegskandidaten ist wieder ein ernst zunehmender Kontrahent im Kampf um den Klassenerhalt geworden. Diese Erkenntnis musste man auch im Lager des TuS 82 Opladen mit Besorgnis hinnehmen.
„Mit einem Sieg bleibt die Chance bestehen, die Regionalliga zu halten“, legt sich TuS-Trainer Sven ter Veer fest. Während der Gewinner weiter hoffen darf, müsse sich der Verlierer verstärkt mit dem Thema Oberliga befassen. In den „fünf Endspielen“ müsse man mindestens acht Punkte einfahren, damit es zum erhofften Happy-End kommt. „Wir wollen bis zur letzten Möglichkeit alles Erdenkliche versuchen – und aufgegeben haben wir uns noch lange nicht“, versichert Sven ter Veer.
Der Opladener Coach hat die Entwicklung in Mettmann natürlich intensiv beobachtet und ist von der Erfolgsserie der umformierten, jungen Truppe beeindruckt. Die Abwehr müsse vor allem Torjäger André Loschinski auf der linken Rückraum-Position stoppen. Immerhin kann TuS-Trainer Sven ter Veer auf den kompletten Kader zurückgreifen. Rückraumspieler Srdan Nikolic hatte zuletzt mit muskulären Problemen zu kämpfen, einem Einsatz sollte allerdings nichts im Wege stehen.
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