Handball: Unitas verpasst den Coup
VON JUSTIN DÜBER - zuletzt aktualisiert: 19.01.2010Die Haaner Handballerinnen liefern Verbandsliga-Spitzenreiter Überruhr einen beherzten Kampf. In der Schlussminute vergibt das Wacker-Team die Möglichkeit zum Unentschieden.
Überruhr – SG Unitas Haan/Hildener AT (Damen)25:24 (14:12). Die erste Begegnung in der Verbandsliga-Rückrunde konnten die Unitas-Handballerinnen nicht als Erfolg verbuchen. Erwartungsgemäß unterlag das Team von Matthias Wacker beim Spitzenreiter, doch die Haanerinnen lieferten dem Titelfavoriten ein Spiel auf Augenhöhe und schnupperten phasenweise sogar am Sieg. In den entscheidenden Situationen fehlte jedoch die nötige Cleverness. Und in der letzten Minute erkannten die Schiedsrichter den Treffer zum Ausgleich nicht an – alles in allem also eine unglückliche Niederlage für die Unitas. Denn ein Remis hätten die Gäste nach der sehr guten Leistung der zweiten Halbzeit durchaus verdient.
So spielten sie
Unitas Haan/Hildener AT: Petsch, Hölscher – Stemmler (7/3), Zieris (5), Fischer (4), Fechner (3), Zeller (3), Limberg (1), Fürst (1), Gerhard, Kowalewski, Koschmieder, Falke.
Zu Beginn verkaufte sich das Wacker-Team unter Wert. Der Trainer variierte etwas in der Aufstellung, und änderte die Taktik. Auf der anderen Seite präsentierten die Gastgeberinnen den erwartet starken Rückraum, der die Haaner Deckung hilflos aussehen ließ. Nach 17 Minuten stand es 10:6 – die Favoriten erfüllten ihre Rolle.
Dann aber stellten sich die Haanerinnen besser auf den Kontrahenten ein. Weil nun auch die Einstellung stimmte, kam es zur Aufholjagd – die Unitas arbeitete sich bis auf 10:11 (24.) heran. Ein unnötiges Tor vor der Pause verhinderte eine bessere Ausgangslage für die zweite Halbzeit – die Essenerinnen nutzten einen Abpraller zum 14:12.
Der Frust in den Unitas-Reihen stieg, doch die Handballerinnen setzten ihn nach dem Seitenwechsel in positive Energie um. Immerhin gelang den Gästen die 15:14-Führung (39.). Doch die Freude war nur von kurzer Dauer. Zehn Minuten vor dem Abpfiff setzte sich der Tabellenführer wieder auf 22:19 ab – und Matthias Wacker nahm eine Auszeit.
Die Anweisungen des Unitas-Trainers zeigten Wirkung. Beim 22:22 hatte die Unitas erneut die Chance, das Kommando zu übernehmen, vergab die gute Möglichkeit jedoch. In der letzten Minute führte Überruhr mit 25:24. Heike Limberg traf zwar noch einmal ins Essener Netz, doch das Tor fand keine Anerkennung, weil die Unparteiischen einen Schrittfehler sahen.
"Insgesamt sind wir zufrieden. Das Spiel von letzter Woche ist jetzt verarbeitet und die Leistung heute war zufriedenstellend", bilanzierte Matthias Wacker. Nächstes Wochenende hat die Unitas spielfrei, da Neuss seine Mannschaft bereits zu Saisonbeginn zurückzog.
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