Handball: Vergeblich gestreckt
VON DANIEL OELBRACHT - zuletzt aktualisiert: 13.12.2007In der Regionalliga fiel die Niederlage von Schlusslicht ME-Sport gegen den Titelanwärter Remscheid nicht so deutlich aus wie im Vorfeld befürchtet. Allerdings verschliefen die Mettmanner Handballerinnen die erste Halbzeit.
So spielten sie
ME-Sport: Beier – Stemmler, Gerits (1), Potthoff (1), Petridou (1), Verhoeven (2), Böhmer (2), Fischer (8), Spiecker (10/1).
HG Remscheid: Huppertz – Hannemann, Vonhoff, Redder, Landsberg, Bohe (1), Münch (1), Lutter (3), Kleile (4), Krajnik (5/2), Jux (5/1), Möller (5), Ewert (7/1).
Mettmann-Sport – HG LTG/HTV Remscheid (Damen) 25:31 (10:18). Nach dem Sieg gegen den Neusser HV und der guten Partie gegen den TuS Nettelstedt hatten sich die Mettmanner Handballerinnen gegen den Tabellendritten der Regionalliga mehr ausgerechnet. Unter dem Strich wäre auch ein besseres Ergebnis für die Kreisstädterinnen möglich gewesen, denn der Titelaspirant zeigte keine meisterliche Leistung.
Im Gegenteil: Die Gastgeberinnen erwischten den besseren Start, vielleicht auch deshalb, weil die Remscheiderinnen das Tabellenschlusslicht unterschätzten. Dabei verloren sie vor knapp acht Monaten gegen Mettmann im Pokal (26:39). Kim Spieker, Sabrina Fischer und Julia Potthoff legten jeweils einen Treffer vor, ehe die Gäste wieder ausglichen. Das anfängliche Feuer im Spiel von ME-Sport war recht schnell verschwunden, so dass aus der Führung (3:2) bis zur 15. Minute ein Rückstand (3:6) wurde.
Immer wieder liefen sich die Mettmannerinnen in der Offensive fest, scheiterten kläglich an der 6:0-Deckung der HG. Zu oft schlossen die Gastgeberinnen zu früh ab, verfehlten das Tor oder wurden direkt abgeblockt. Die Remscheider Torhüterin Julia Huppertz tat das Übrige – und hielt bis zur Pause acht Bälle. Allein ME-Schlussfrau Vanessa Beier und ihren elf Paraden sowie Kim Spieker (sechs Treffer bis zur Pause) war es zu verdanken, dass das Zwischenergebnis nicht noch höher zugunsten der Remscheiderinnen ausfiel.
Ohne Wirkung blieb nach dem Wiederanpfiff die Ansprache von Trainer Christoph Schon in der Mettmanner Kabine. Dann jedoch platzte der Knoten: ME-Sport verkürzte den Rückstand (10:20) binnen einer Viertelstunde um fünf Tore auf 18:23, obwohl sich Julia Huppertz gut auf die gegnerischen Würfe eingestellt hatte. Kreisläuferin Sabrina Fischer erzielte dennoch sieben Tore in den letzten 15 Minuten, ehe Katharina Bohe am Ende mit einem schnellen Gegenstoß den Schlusspunkt der Partie setzte.
Auf der Seite der Gastgeberinnen verdienten sich Kim Spieker, Sabrina Fischer und Vanessa Beier, die nur ausgeliehen war, die Bestnoten. Panagiota Petridou hinterließ keinen überragenden Eindruck, weil sie oft an der Remscheider Torfrau scheiterte. Dana Böhmer und Steffi Gerits blieben ebenfalls hinter ihren Möglichkeiten zurück. Dennoch: Das Ergebnis fiel weniger deutlich aus, als es die Tabellensituation im Vorfeld hatte befürchten lassen.
„Mit nur einer guten Halbzeit kann man ein solches Spiel einfach nicht gewinnen“, sagte der dennoch enttäuschte Christoph Schon. Der Trainer war vor allem unzufrieden damit, dass seine Mannschaft in der ersten Hälfte „noch nicht richtig anwesend war“.
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