Handball: Verletzungsmisere
VON RAINER THRON UND ERWIN ROOS - zuletzt aktualisiert: 29.09.2006Graf: Kreuz- und Außenbandanriss. Pelzer: Daumen gebrochen. Loschinski: Schulterbeschwerden.
Handball-Regionalligist Mettmann-Sport krasser Außenseiter in Schalksmühle.Für die Fans
Fahrtroute: A 46 bis Autobahnkreuz Wuppertal/Nord, Schwelmer Straße (L551) Richtung Haßlingh./Gevelsberg, in Schwelm geradeaus über Hattinger, Bahnhof- und Untermauerstraße, links in Obermauer, Kölner und Winterberger Straße, Kreisverkehr 2. Ausfahrt Winterberger Straße (B483), Ortsausfahrt Schwelm nach 8,5 km links Vor der Mark, nach 4,5 km rechts L699/K10, nach 4 km rechts Volmestraße (B54), Ortseinfahrt Schalksmühle nach 1,5 km rechts Hälverstraße, nach 300 m links Mühlenstraße (Sporthalle Löh).
Schalksmühle-Halver – Mettmann-Sport. Die Verletzungsmisere bei Mettmann-Sport reißt einfach nicht ab. In dieser Woche erreichten Trainer Lutz Plümacher gleich drei Hiobsbotschaften. Alex Graf zog sich im letzten Spiel gegen Leichlingen einen Kreuz- und Außenbandanriss am Knie zu. „Patrick Ashamole ist mit dieser Verletzung vier Monate ausgefallen.“ Lutz Plümacher hofft, dass er nicht so lange auf den zuletzt besten Mettmanner verzichten muss. Benny Pelzer hat sich gegen Leichlingen den Daumen der linken Hand gebrochen, will aber mit einer Schiene auflaufen. Bei André Loschinski ist die alte Schulterverletzung wieder aufgebrochen, der Torjäger musste das Training abbrechen, will aber ebenfalls spielen. Kreisläufer Sascha Löring aus dem Mettmanner Verbandsliga-Team rückt ins Aufgebot.
Bärenstarke erste Sieben
Die Mettmanner Regionalliga-Handballer wären ohnehin als krasser Außenseiter bei den heimstarken Schalksmühlern angetreten. Bei diesen Voraussetzungen wäre ein Punktgewinn des Aufsteigers allerdings schon ein Handballwunder. „Wir haben nur eine kleine Chance, wenn die Schalksmühler uns unterschätzen“, so Lutz Plümacher, der vor allem um die Klasse der „bärenstarken erste Sieben“ weiß: Torhüter Deuter, die Rückraum-Asse Oberste, Lueg und Wolf, Kreisläufer Derksen, die Außen Ernst und Bratzke.
„Wir setzten unseren Verjüngungsprozess fort und wollen den Umbruch ohne Abstiegskampf vollziehen“, hatte SG-Trainer Mathias Grasediek als Saisonziel ausgegeben. Zwar starteten die Sauerländer mit einem 26:37 in Minden, machten die Pleite aber mit dem 36:26 über Uerdingen wett.
Zwölf Oberste-Treffer
Und zuletzt überraschten die Westfalen mit einem 30:30 beim Titelaspiranten TV Korschenbroich. Mit einem Punktgewinn hatte man im SG-Lager schon vor dem Spiel nicht gerechnet, beim 12:17 zur Pause erst recht nicht mehr. Doch Mathias Grasediek stellt auf eine 3:3-Deckung um – und die Aufholjagd begann. Carsten Lueg war nach überstandener Verletzung sofort wieder Denker und Lenker. Der Rückraumlinke Marc Oberste „erschoss“ die Korschenbroicher mit zwölf Treffern fast im Alleingang. Torhüter Lars Deuter steigerte sich in eine Klasseform. Die Westfalen verkürzten auf 16:18, lagen nach dem 24:27 sogar 29:28 und 30:29 vorne. Und hatten dann auch noch Pech: Nach dem 30:30 landete der letzte Wurf an der Latte. „Wenn der restliche Rückraum wie Marc Oberste getroffen hätte, wären wir mit beiden Punkten nach Hause gefahren“, bilanzierte Grasediek, der trotzdem mit den 3:3 Zählern und dem achten Platz zufrieden ist.
Kräfteverschleiß ?
Ebenso wie mit dem Auftritt in der 2. DHB-Pokalrunde am Mittwoch gegen den HBW Balingen-Weilstetten: Die Schalksmühler hielten sich beim 26:33 gegen den Bundesliga-Aufsteiger mehr als beachtlich. Erneut war Marc Oberste (6) der beste Werfer. Doch vielleicht liegt in diesem Pokal-Fight ein zweite kleine Chance für die Mettmanner: Womöglich steckt den Westfalen der Kraftakt am Sonntag (17 Uhr, Sporthalle Löh) noch in den Knochen.
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