Hösel: 150 Sänger sind nicht genug
VON JASMIN MAXWELL - zuletzt aktualisiert: 18.02.2008Düsseldorf (RPO). Beim zehnten Gospelworkshop des Chores „Talking People“ machten fast 150 Gospelfreunde mit. Leiterin Angelika Rehaag begeisterte auch das Publikum. Das Jubiläumskonzert war zugleich ein Abschied.
Fast 150 Gospelbegeisterte zeigten auf der Bühne des evangelischen Gemeindehauses in Hösel, was sie beim Workshop des Gospelchores „Talking People“ gelernt hatten. Zum zehnten Mal fand der Workshop statt, diesmal sei die Beteiligung am größten gewesen, so Organisatorin Petra Butterweck.
Mit dabei waren ganze Chöre, aber auch Leute, die noch nie zuvor Gospel gesungen hatten. Das mochte man angesichts des Ergebnisses kaum glauben: Wie ein eingespieltes Team wirkte der Workshopchor, die Lieder klangen schwungvoll, kräftig und mitreißend, allen war die Freude am Singen anzumerken. Was wohl auch der Leitung von Angelika Rehaag von der „gospel academy“ Krefeld zu verdanken war, die den Chor mit ansteckender Begeisterung dirigierte.
Dabei waren ihr die 150 Sänger nicht genug – auch das Publikum wurde zum Mitsingen aufgefordert. So entstand ein Kanon der etwas anderen Art, bei dem das Publikum den Singstimmen zugeordnet wurde und die Lieder „He’s got the whole world in his hands“, „Go tell it on the mountains“ und „Rock my soul in the bosom of Abraham“ gleichzeitig sang. Das klang erstaunlich gut, und zur Abwechslung bekam das Publikum dann auch mal Applaus vom Chor. Unterstützung erhielt der Chor von Pianist Martin Drazek und Solistin Natalia Antczak, die mit toller Stimme und viel Hingabe überzeugte. Rehaag legte Wert darauf, dass das Publikum nicht nur die Melodien genoss, sondern auch die religiösen Botschaften der Lieder verstand und übersetzte alle Texte kurz.
Religiöse Musik
Auch Pfarrer Dieter Jeschke meinte: „Gospel ist immer auch religiöse Musik, Kirchenmusik zum Lob Gottes und zur Kräftigung des Seelenlebens.“
Am Anfang traten drei kleinere Chöre auf, die beim Workshop mitgemacht hatten: der Poller Kammerchor aus Köln, der Rhythmus- Parenten-Chor aus Velbert-Neviges und natürlich die Gastgeber „Talking People“.
Jeder Chor setzte dabei individuelle Akzente: Der Kammerchor durch ein lateinisches Lied, „Ceciderunt“ aus der Bauernkantate von Telemann, die Rhythmus-Parenten durch Akkordeonbegleitung und „Talking People“ mit Trommeln.
Es war das vorerst letzte Mal, dass der Gospelworkshop in dieser Form stattfand. Butterweck: „Wir pausieren, um ein neues Konzept zu entwickeln.“
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