Ratingen: Ärztehaus wird zum Notfall
VON NORBERT KLEEBERG - zuletzt aktualisiert: 30.01.2008Düsseldorf (RPO). Wegen bautechnischer Probleme an der Tiefgarage ist der Zeitplan für das Gesundheitszentrum an der Werdener Straße erheblich durcheinander geraten. Ursprünglich sollte die Einrichtung bereits am 1. Januar fertig gestellt sein.
Gestern nachmittag tagte der Aufsichtsrat der St. Marien-Krankenhaus GmbH hinter verschlossenen Türen. Zu den Themen gehörte sicherlich der Bau des neuen Ärztehauses, den die GmbH für eine Summe von rund sechs Millionen Euro realisieren will. Nach RP-Informationen ist das Projekt zurzeit ein akuter Notfall, denn an der angrenzenden Tiefgarage soll es erhebliche bautechnische Probleme geben.
Ralf Hermsen, der Geschäftsführer der St. Marien-Krankenhaus GmbH, betonte: „Wir sind sehr unzufrieden mit der derzeitigen Situation.“ Nach Angaben der Düsseldorfer Architekten C.M.F. und Partner GmbH gibt es Probleme wegen der „Dichtigkeit im zweiten Tiefgeschoss der Tiefgarage“. Große Stahlnägel sicherten die Geschossplatte gegen den Auftrieb durch Wasser – was offenbar nicht einwandfrei funktioniert. Ein Sanierungsprogramm liege bereits vor, hieß es. Der bautechnische Ablauf an der Tiefgarage sei eng an die Fertigstellung des Ärztehauses gekoppelt. Die Folge: Es gibt große Probleme im Zeitablauf.
„Bekenntnis zum Standort“
Das neue Gesundheitszentrum gehört in der Stadt zu den wichtigsten Projekten der vergangenen Jahre. Bei der Grundsteinlegung im Juni 2007 sah Bürgermeister Harald Birkenkamp in diesem neuen Bau ein „klares Bekenntnis zum Standort Ratingen“.
Die Stadt soll – wie vertraglich vereinbart – eine Ebene als Parkraum nutzen. In der Folge könnte das marode Parkhaus an der Kirchgasse verschwinden und durch Einzelhandel ersetzt werden.
Für die St. Marien-Krankenhaus GmbH hat das Projekt eine besondere Zugkraft. Bereits im vergangenen Jahr hieß es, dass die komplette Nutzfläche von rund 2100 Quadratmetern vermietet sei. Klinik und Ärztehaus würden in enger Zusammenarbeit voneinander profitieren. Im Ärztehaus wird auch die Notfallpraxis für den Nordkreis untergebracht, die dann unter anderem als Anlaufstelle für Patienten aus Mettmann dienen soll.
Mieter in den Startlöchern
Wann dieser medizinische Service offiziell angeboten werden kann, ist zurzeit offen. Die St. Marien-Krankenhaus GmbH sowie die C.M.F und Partner GmbH in Düsseldorf wollten sich gestern nicht weiter zum Sachverhalt äußern. Dem Vernehmen nach gibt es unterschiedliche Auffassungen zur Abwicklung des Projektes.
Die neuen Mieter des Ärztehauses sollen aber bereits in den Startlöchern stehen. Die Gespräche laufen. KOMMENTAR
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