Heiligenhaus: Bahn frei für die Karriere
VON PETRA WILLNAUER - zuletzt aktualisiert: 23.11.2009Düsseldorf (RPO). Praxisbezogen studieren – über die vielfältigen Möglichkeiten eines dualen Studiengangs informierte der Tag der offenen Tür in der Dependance der Fachhochschule Bochum. Im Wintersemester 2010 stehen 50 duale Studienplätze zur Verfügung.
"Man kann sich nicht zu früh informieren." So wie Sascha Weil, 17-jähriger Gymnasiast aus Heiligenhaus, dachten auch viele andere Schüler am Tag der offenen Tür in der Dependance der Hochschule Bochum. In den an die Hochschule vermieteten Räumlichkeiten der Kiekert AG präsentierten Studenten und Mitarbeiter der Hochschule praktische Inhalte der ausbildungsbegleitenden Ingenieursstudiengänge wie Elektrotechnik, Informatik, Mechatronik und Maschinenbau. "Das Modell des dualen Studiengangs gibt es zwar schon seit den Siebzigern, doch es wird für die Unternehmen immer interessanter. Deshalb ist der Standort in einer Schlüsselregion wie Heiligenhaus und Velbert sehr entscheidend", weiß Daniela Seppl. Die Diplom-Betriebswirtin kümmert sich um das Hochschul-Marketing und hatte die Idee zum Tag der offenen Tür. Kristian Stieglitz, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule Bochum, hat ein "normales" Ingenieursstudium hinter sich, wie er es nennt. "Jetzt würde ich mich aber auf jeden Fall für einen dualen Studiengang entscheiden. Es ist einfach viel praxisbezogener und an manchen Stellen einfach interessanter als das Studieren nur über Büchern", meinte Stieglitz. Auch für Gymnasiast Sascha Weil liegen die Vorteile auf der Hand. "Die Kombination aus Betriebsausbildung und Studium ist optimal. Zum einen ist es abwechslungsreich, zum anderen sind die Karrierechancen besser."
Wer immer noch nicht überzeugt war, der konnte am Samstag direkt bei den Unternehmen nachfragen. Acht Firmen aus der Region stellten ihre Ausbildungsmöglichkeiten auf einer Jobbörse vor. Neben Vorträgen zu Messtechnik, Einführungen zur kooperativen Ingenieursausbildung (KIA) und dem bald hinzukommenden kooperativen Ingenieursstudium (KIS) führten Studenten sowie Mitarbeiter der Uni praktische Ergebnisse des Studiums und der Ausbildung vor. So auch Kristian Stieglitz mit seiner handybetriebenen Carrerabahn: Per Handybewegung werden die Autos auf der Bahn gesteuert. "Sinn der Übung ist es zu verdeutlichen, dass es auch ohne ausgeklügelte Spezialtechnik oder neue Hardware geht. Das herkömmliche Java-Programm, der Gierratensensor und die speicherprogrammierte Steuerung machen es möglich. Wie das alles genau funktioniert, wird während des Studiums vermittelt." Zum Wintersemester 2009 haben 28 Studenten ihr Studium begonnen. Mit Start des nächsten Semesters im Winter 2010 stehen 50 duale Studienplätze zur Verfügung. "Die Bewerbungen bei den Firmen sollten jetzt laufen", so Seppl.
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