kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Ratingen: Bahn lässt Hösel links liegen

VON JOACHIM PREUSS - zuletzt aktualisiert: 23.09.2010

Düsseldorf (RPO). Zwischen Rath-Mitte und Stadtwald werden bis auf Hösel alle Bahnhöfe behindertengerecht ausgebaut. Dr. Willm Rolf Meyer (SPD) fordert für Hösel einen einfachen beschrankten Übergang.

Für Unverständnis sorgte in der jüngsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses (Stuma) die Nachricht, dass der Bahnhof Hösel von der Modernisierungsoffensive der Bahn ausgenommen werden soll. Wie berichtet, plant die Bahn in einem bislang einzigartigen "Rundumschlag", auf einen Streich gleich sechs Stationen zu modernisieren und behindertengerecht auszubauen.

Nur Hösel bleibt außen vor. Anastaios Oureilidis von der Bahn sagte auf entsprechende Nachfrage, dass die S-Bahn-Station Hösel "nur halb so viele Kunden" habe wie beispielsweise Ratingen Ost und daher ausgenommen werde. Eventuell könne die Station beim nächsten Modernisierungs-Projekt berücksichtigt werden. Für Dr. Willm Rolf Meyer, SPD Ratsherr aus Hösel, ist das ein Unding: Er fordert gerade mit Blick auf die laufenden Bauarbeiten zur Brücke, dass dort dringend etwas für Behinderte und auch ältere Bahnkunden gemacht werde.

In den Sommerferien 2012 will die Bahn entlang der S6-Strecke die Stationen Rath-Mitte, Rath, Ost, Kettwig, Werden und Stadtwald ausbauen. Die Strecke wird dann komplett gesperrt.

Meyer erinnerte daran, dass die SPD seit langem Verbesserungen an der heruntergekommenen Station Hösel fordere: "Wir sind aber stets ausgelacht worden." Er führt das darauf zurück, dass viele Politiker-Kollegen und Verwalter keine Bahn- oder Bus-Kunden seien. Solche Leute könnten die Nöte der Bürger, die auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen seien, einfach nicht nachvollziehen.

Brücke vom Parkdeck

Ein SPD-Wunsch, der für Schmunzeln sorgte und stets abgebügelt wurde, war beispielsweise die Fußgängerbrücke vom Parkdeck auf den gegenüberliegenden Bahnsteig, von dem aus die Züge in Richtung Düsseldorf/Köln abfahren. Ein Gegen-Argument sei immer gewesen, die Stadt habe kein Geld, so Meyer. Doch im Stuma sagte eine Vertreterin des VRR, dass solche Projekte mit bis zu 85 Prozent gefördert würden: "Die Kosten für die Stadt sind also gar nicht so hoch."

Zwar hieß es im Stuma von der Stadt, dass mit der Autobrücke über die Bahn ein behindertengerechter Zugang zu beiden Bahnsteigen gewährleistet sei: Doch Meyer hält das für reine Theorie. Schließlich müssten Rollstuhlfahrer oder Mütter mit Kinderwagen die beiden langen Rampen hinauf- und wieder hinunterlaufen. Da die Fahrpläne von Bus und Bahn eng aufeinander abgestimmt sind, dürfte dann kaum noch jemand seinen Anschluss bekommen.

Abhilfe könne zum Beispiel die besagte Brücke vom Parkdeck schaffen, wenn am anderen Ende ein Fahrstuhl oder eine Rampe angebracht werde. Voraussetzung sei jedoch, dass die Busse auf dem oberen Deck hielten.    Viel besser sei es jedoch, anstelle des bisherigen Bahnüberganges, der ersatzlos verschwinden soll, wenigstens eine Fußgängerfurt mit Schranken übrig zu lassen. Auch jetzt werde der Übergang von vielen Fußgängern genutzt – entweder von Behinderten, Reisenden mit Koffern, Müttern mit Kinderwagen oder Bürgern, die sich die stinkende Unterführung sparen wollten. Meyer verweist auf Beispiele in anderen Städten, wo es solche Übergänge gebe.

Hoffnung auf Fahrstühle macht er sich nicht: Am Bahnhof Ost mussten die Bürger Jahrzehnte warten, bis auch der dritte eingebaut wurde. Der allerdings wurde zu 100 Prozent vom Land bezahlt. "Wenn man etwas erreichen will, muss man jetzt den Antrag stellen. Dann wissen wir in zwei Jahren mehr", sagte Meyer. Denn die Zeit dränge: Der Bau der Brücke in Hösel hat bereits begonnen.

Quelle: RP

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online

Brutaler Angriff am Hauptbahnhof

Zwei Frauen krankenhausreif geschlagen

Drei Jugendliche haben zwei Frauen in der Bahnhofshalle des Mönchengladbacher Hauptbahnhofs brutal zusammengeschlagen. mehr 

Streit um Gänse-Kot am Elfrather See

Krefeld

Streit um Gänse-Kot am Elfrather See

Jedes Jahr schneidet der Elfrather See in Krefeld bei der EU-Badesee-Studie schlecht ab. Schuld ist der Gänsekot. Jetzt klagt die Kreisjäger ... mehr 

Nachrichten aus Düsseldorf
Aus der Region
Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Video

Gefangen im Monster-Stau von Peking

In Chinas Hauptstadt gibt es nicht nur viele Menschen, sondern auch ziemlich viele Autos. Kein Wunder also, dass es dort immer wieder zu ... mehr 

aus der Nachbarschaft
Meistgelesen

Protokoll des Eurovision Song Contests

Das war der Schmu aus Baku

Der… gähn... spannendste Eurovision Song Contest aller Zeiten war ein Triumph für die schwedische Sängerin Loreen. Unser ESC-Skeptiker und Menschenrechtsbeauftragter Sebastian Dalkowski hat sich die Veranstaltung angesehen. Von Sebastian Dalkowski  mehr

 

Brutaler Angriff am Hauptbahnhof

Jugendliche prügeln Frauen krankenhausreif

 

Bundesgericht entscheidet gegen Hertha BSC

"Der DFB tritt das Recht mit Füßen!"

 

Gotik-Treffen in Leipzig

Eis mit "Blut-Kuss"

 

Eurovision Song Contest

Roman Lob schafft den achten Platz

Meistkommentiert

EM-Test in Basel

3:5 – historische Niederlage für DFB-Elf

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat den EM-Test in Basel bei der Schweiz deutlich verpatzt. Vor allem die Abwehr zeigte Schwächen. Das Team von Joachim Löw unterlag mit 3:5. mehr

 

DFB-Bundesgericht urteilt pro Fortuna

Hertha entscheidet Dienstag über Einspruch

 

Beamter unter Islamismus-Verdacht

Polizist war auf Salafisten angesetzt

 

Großrazzia bei Hells Angels im Norden

Suche nach Beton-Leiche geht weiter

 

Was die Philosophie zur neuen Politik sagt

Wer versteht die Generation Pirat?

Mehr Nachrichten aus Ratingen

Ratingen

Pfingsten: Sturm auf die Bäder

Bei diesem Super-Wetter wird es in den Freibädern richtig voll. Im Lintorfer Allwetterbad geht man von 1000 Besuchern pro Tag aus, im Angerbad werden sogar 2000 Gäste erwartet. Auch Pfingstmontag ist geöffnet. VON NORBERT KLEEBERG  mehr

 

Heiligenhaus

Kriegsdrama um Liebe und Tod

IKG-Schultheater mit dem zeitgenössischen Stück "Verbrennungen": Stürmisch umjubelten Mitschüler ihren Literaturkurs – und die Erwachsenen suchten nach Superlativen, um das Gesehene zu beschreiben. VON Ruth Ortlinghaus  mehr

 
 
 
 
 
Familienanzeigen