Ratingen: Bald barrierefreie Toiletten in der Stadt
VON NINA VON DER BEY - zuletzt aktualisiert: 12.08.2008Düsseldorf (RPO). Heiß diskutierte gestern der Seniorenrat über die Zukunft des Seniorentreffs Ratingen Mitte. Die Leiterin des Treffs, Ute Müller- Dülken, geht Ende des Jahres in den Ruhestand. Ob die Stelle danach wieder besetzt wird, ist noch unklar. Das Amt für Soziales, Wohnen und Integration schlägt vor, dass Angelika Liebergesell, Leiterin des Seniorentreffs Süd, den Treff auf der Minoritenstraße mit übernimmt. Unterstützt werden soll sie dabei von Ehrenamtlichen. So könnte die Stadt Personalkosten von rund 33 400 Euro pro Jahr einsparen. Kursleiterinnen will man von außen in den Treff holen.
Diese Idee stieß beim Seniorenrat auf Empörung. „Die Leitung eines Treffs kann nicht auf den Schultern von Ehrenamtlichen liegen“, sagte die Vorsitzende Dr. Margarethe Schwerdtfeger. Ältere Ehrenamtliche könnten so eine Dauerbelastung gar nicht leisten. Durch das Fehlen einer Leitung sei keine Vertrauensperson vorhanden. Gerade deshalb kämen viele Senioren in den Treff, um Gespräche zu führen. Der Seniorenrat hat einem Beschlussvorschlag für eine hauptamtliche Stelle für den Treff ab 1. Januar 2009 zugestimmt. Ob die Stelle aber lückenlos wiederbesetzt wird, ist unklar.
Kosten: 75 000 Euro
Konkretere Formen nimmt derweil die Einrichtung von öffentlichen, barrierefreien Toiletten im Innenstadtbereich an. Gestern hat der Seniorenrat über einen Beschlussvorschlag für den Sozialausschuss abgestimmt. Die Ratinger Senioren haben sich für die Variante eines eigenständigen Baus entschieden. Dieser soll, so der Vorschlag, im hinteren Bereich des technischen Rathauses errichtet werden. Um die Kosten von 75 000 Euro zu decken, schlägt der Seniorenrat eine Nutzungsgebühr von 50 Cent vor. Alternativ hätten im Erdgeschoss weitere WCs eingebaut werden können. Auch eine Grundsanierung der Toilettenanlage am Marktplatz mit Einbau eines Aufzugs wäre denkbar gewesen.
Im vergangenen November hatte der Rat der Stadt den Bedarf einer barrierefreien Toilettenanlage in der Innenstadt anerkannt. 2010, so Rolf Kopp vom Amt für zentrale Gebäudewirtschaft, könnte der angedachte Neubau fertig sein.
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