Ratingen: Bald Farben statt Tristesse
zuletzt aktualisiert: 23.09.2008Düsseldorf (RPO). Für insgesamt 150.000 Euro soll die Kinderklinik im Klinikum Niederberg mehr als nur einen neuen Anstrich erhalten. Es geht um individuelle Raumgestaltung. Die alten Resopalplatten haben ausgedient.
In den kommenden Wochen sollen dringend notwendige Renovierungsarbeiten in der Kinderklinik des Klinikum Niederberg beginnen. Die inzwischen verschmutzten und defekten Resopalwände, die vor sieben Jahren eingebaut wurden, müssen erneuert werden.
Dafür wurde vom Velberter Architekturbüro Gregori in Zusammenarbeit mit der Bielefelder Diplom-Grafikerin Petra Gorholt ein Konzept erarbeitet, dass eine umfangreiche Verschönerung vorsieht. Darüber hinaus sind auch technische Modernisierungen vorzunehmen. Insgesamt werden die Arbeiten nach ersten Berechnungen mindestens 150.000 Euro verschlingen.
„Der Vorstand des Fördervereins der Kinderklinik hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, 50.000 Euro zu der Modernisierung beizusteuern“, sagte die Vorsitzende, Andrea Davies. „Darüber hinaus denken wir über Patenschaften zum Beispiel für einzelne Zimmer nach, um weitere zweckgebundene Finanzmittel für die Umsetzung des tollen Konzeptes zu erhalten.“ Da kommt die gerade übergebene Spende von 7000 Euro genau zum richtigen Zeitpunkt.
Runde Summe gespendet
Die Firma Peter Linnek GmbH hatte im April ihr 40-jähriges Bestehen gefeiert und auf Geschenke der eingeladenen Gäste verzichtet. Diese wurden stattdessen aufgefordert, für die Kinderklinik zu spenden. Die stolze aber noch nicht ganz runde Summe wurde anschließend durch den Betrieb aufgestockt. „Wir waren auf der Suche nach einer sinnvollen Verwendung für Glückwünsche zum Firmenjubiläum und fanden das Geld in der Kinderklinik Niederberg gut aufgehoben“, kommentierte Geschäftsführer Christian Linnek.
Dr. Erdmuth Schubert, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, bedankte sich bei den Spendern und betonte bei der Übergabe des Geldes: „Die Spenden werden zu hundert Prozent für die Kinderklinik eingesetzt. Der Förderverein finanziert seine schmalen und ehrenamtlich getragenen Verwaltungsstrukturen ausschließlich durch die Mitgliedsbeiträge“.
Das Gestaltungskonzept beinhaltet individuelle Lösungen für die einzelnen Zimmer. Farbenfroh und zweckdienlich soll das Ergebnis sein, kindgerecht freundlich und dennoch stoß- und wischfest. Anforderungen, die sich aus den aktuellen Gegebenheiten ableiteten.
Zwei Zimmer sollen jugendgerecht umgestaltet werden mit weniger kindlichen Wandmotiven, gesichertem Internetzugang und Fernsehgeräten, die dann zu bestimmten Zeiten nutzbar sein sollen.
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