Heiligenhaus: „Freude in viele Herzen“
VON RUTH ORTLINGHAUS - zuletzt aktualisiert: 19.09.2006Düsseldorf (RPO). Der Seniorenchor der Awo besteht seit 30 Jahren. Das Ensemble ist stark gefragt. Zur Feier mit Rückblick auf drei Jahrzehnte kamen hunderte Gäste – und stimmgewaltige Gratulanten.
Reisen und Veranstaltungen der Arbeiterwohlfahrt (AWO) sind bei den Senioren sehr gefragt. Fröhlichkeit und Geselligkeit bilden die Grundlagen freundschaftlicher Verbindungen. Das ist bekannt und beliebt. So strömten mehrere hundert Menschen zur Feier des 30-jährigen Bestehens des Awo-Seniorenchores in den Saal vom Haus der Kirche zu einem feucht-fröhlichen Festabend mit Musik und Tanz.
Alte Stadtmotive des Malers Kurt Bangert schmückten die Bühne, schufen mit einem Meer von Blumen ein festliches Flair. Lothar Müller begrüßte mit schmissigen Akkordeonklängen die Gästeschar und viele summten mit. „Freude am Singen und an der Geselligkeit waren und sind die Grundmotive für unseren Chor“ betonte Leiter Peter Gross. Das sah man den ergrauten Herren bei ihren musikalischen Vorträgen an. Mit einem breiten Repertoire an Volks- und Heimatliedern stimmten sie in den Abend ein, wobei Hugo Neuer mit seinem gutturalen Bass solistisch schöne voll klingende Akzente setzte und zum Sonderapplaus animierte.
Geschichte
Die Idee, mehr Männer in den Awo-Seniorentreff zu bringen, führte durch Initiative von Christa Haumann-Kuhs zur Gründung des Chores. Heute zählt er 19 Aktive im Alter zwischen 56 und 92 Jahren. Erster Chorleiter war Hans Hack, nach zwei Jahren übernahm Peter Schuster den Taktstock und dann ab 2000 Peter Groß.
Neben Festen und Weihnachfeiern singt der Chor zu Jubiläen, Hochzeiten und Geburtstagen.
Märchen plus Magie
Professor Wolfgang Remy, Vorsitzender örtlichen Awo, setzte in seiner Laudatio den Gesang in einen gelungenen Kontext zum Märchen: „Die Magie beider beschwören traurige und freudige Anlässe“. Der Awo-Chor aber hätte vor allem 30 Jahre „Freude in viele Herzen gebracht“ und dafür gebühre ihm herzlicher Dank. Der Laudator erinnerte aber auch daran, dass „die Götter vor den Früchten den Schweiß gesetzt haben“ und lobte mit einem abschließenden „Glück auf“ die „Übungsfreudigkeit“ der Sänger. Schirmherr Bürgermeister Dr. Jan Heinisch prophezeite den Vereinen im Allgemeinen eine grosse Zukunft und betonte „gemeinsame Hobbys und soziale Kontakte sind eine Stück Lebensqualität und werden es bleiben, da bin ich mir sicher“. In diesem Sinne wünschte er dem Chor eine lange Existenz, „zur Freude vieler“.
Den Grundstein der Singgemeinschaft hatte die langjährige Leiterin des Awo Seniorentreffs, Christa Haumann-Kuhs, im Jahr 1976 gelegt. Als Dank wurde ihr unter tosendem Applaus die Mitgliedschaft als „Ehrensängerin“ verliehen. Mit launigen Worten fungierte Heinz Kortmann als Conferencier. Kostprobe: „Zur Silberhochzeit habe ich meiner Frau eine Reise auf die Bahamas versprochen, zur Goldhochzeit hole ich sie wieder ab“. Tolle Stimmung brachte der Shanty-Chor Velbert, ebenfalls unter der Leitung von Gross.
Bei seinen Seemannsliedern tobte der Saal, es wurde mitgesungen und geschunkelt. In Originalkostümen verkleidet und nach Melodien bekannter Musicals war die Showtanzgruppe Grün-Weiß Velbert der künstlerische Höhepunkt des Abends. Nach einem schmackhaften Imbiss und einer grossen Tombola tanzten einige Unermüdliche bis gegen Mitternacht.
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