Ratingen: „Jeder kann Jeck werden“
zuletzt aktualisiert: 28.12.2006Düsseldorf (RPO). mit Max Ellinghaus, dem Präsidenten des Ratinger Kinderkarnevalkomitees (RaKiKa). Der Abiturient geht nach sechs Jahren Präsidentschaft am Ende der Session 2006/2007 in „Pension“.
Persönlich
Max Ellinghaus: Der Ratinger ist 17 Jahre alt.
Amt: Präsident des Kinderkarnevalkomitees der Stadt Ratingen. Mit einem Präsidententeam führte er sechs Prinzenpaare durch die Ratinger Karnevalslandschaft. Er scheidet am Ende der Session 2006/2007 aus Altersgründen aus dem Kinderkarnevalskomitee aus.
Zukunftspläne: Max Ellinghaus will sich nun erst einmal auf sein Abitur vorbereiten und dann eine Berufsrichtung finden.
Dringend gesucht: Ein engagierter Nachfolger, der Lust hat, zusammen mit Melina Korb und Melanie Wolber das Präsidententeam in künftigen Sessionen zu unterstützen.
Wie sind sie zu dem Amt des Präsidenten des Kinderkarnevalkomitees der Stadt Ratingen (RaKiKa) Präsidenten gekommen? Gab es vor Ihrer Präsidentschaft schon andere karnevalistische Aktivitäten?
Max Ellinghaus Eigentlich hatten meine Eltern mit Karneval nicht viel zu tun. Mein Vater war mehr im Sommerbrauchtum aktiv. Aber als sie spontan die Schirmherrschaft für den RaKiKa übernommen hatten, war ich ständig mit dabei. Meine Eltern haben sich weiterhin für den RaKiKa engagiert und so bin ich hineingerutscht.
Glauben Sie man wird „jeck“ geboren? Denn es ist bestimmt viel mehr als nur ein Hobby?
Ellinghaus Ich glaube nicht, dass man als Jeck geboren wird, sondern dass jeder ein Jeck werden kann. Man muss nur Spaß an der Freud haben! Außerdem denke ich, dass ich noch kein richtiger Jeck bin. Da gab es bessere als mich, wie zum Beispiel Jürgen Hilger-Höltgen, der Hoppeditz in Düsseldorf war. Oder Mike Gans, der jetzt in Ratingen seit zwei Jahren den Hoppeditz hervorragend darstellt. Auch nicht zu vergessen: Fabian Polheim. Er führt durch große Abendveranstaltungen im Karneval. Alle sind dem RaKiKa entsprungen und große Vorbilder.
Gab es in Ihrer Zeit als Präsident des RaKiKa ein besonders schönes Erlebnis?
Ellinghaus Das schönste Erlebnis ist immer wieder, dass nach der anstrengenden und chaotischen Zeit das Prinzenpaar Tränen in den Augen hat, wenn es sein Amt abgeben muss. Dann weiß ich, dass es eine erfolgreiche Session war und es sich gelohnt hat. Denn es ist ein großer Zeitaufwand, den man neben Schule und Freunden aufbringen muss. Doch wir hatten immer ein tolles Team von Präsidenten, mit dem man alles teilen konnte.
Gibt es schon einen Nachfolger?
Ellinghaus Als Nachfolger hat sich ein Bewerber gemeldet, aber wir bräuchten zwei, um unser Team zu komplettieren. Ideal ist ein Team mit vier Präsidenten in Altersstaffelung, damit immer jemand nachrutschen kann. Aus schulischen Gründen scheidet manchmal einer vorzeitig aus und dann muss jemand einspringen können. Zur Zeit sind mit mir noch Melanie Wolber und Melina Korb dabei.
Was muss ein Präsident des Ratinger Kinderkarnevalkomitees mitbringen?
Ellinghaus Er muss sich eigentlich nur gut mit allen Kindern unterschiedlichen Alters und Charakters verstehen. Das ist für mich das Wichtigste. Natürlich ist man anfangs gehemmt, wenn man vor so großem Publikum durchs Mikrofon reden muss, aber irgendwann platzt der Knoten, dann macht es nicht mehr viel aus. Aber Lampenfieber hat man immer. Es passieren auch Fehler, so habe ich eine Session fast jedes Mal vergessen, die Schirmherren vorzustellen. Das tut mir heute noch leid.
Wird man Sie vielleicht an anderer Stelle im Ratinger Karneval wiedersehen?
Ellinghaus Nach dem Abitur möchte ich erst mal meine Verwandtschaft besuchen, die in verschiedenen, auch außereuropäischen Ländern wohnt und dort eventuell einige Praktika machen um Erfahrungen zu sammeln und eine Berufsrichtung finden. Wenn ich das geschafft habe, was ich mir vorstelle, werde ich mit Sicherheit irgendwo im Karneval wieder auftauchen.
Melanie Meyer stellte die Fragen.
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