Ratingen: „Lintorfer Pläne gut für NRW“
VON NORBERT KLEEBERG - zuletzt aktualisiert: 20.09.2008Düsseldorf (RPO). Verkehrsminister Oliver Wittke (CDU) hat bei seinem Besuch in Ratingen gleich mehrere Themen angepackt. Der Vodafone-Campus in Lintorf sei ein Schlüsselprojekt, das die Landesregierung nach Kräften unterstützen werde.
Drei Themen in einer Stunde: Verkehrsminister Oliver Wittke (CDU) drückte gestern auf Einladung des Landtagsabgeordneten und Parteikollegen Dr. Wilhelm Droste im Landhotel Krummenweg aufs Tempo. Wittke wollte bei seinem Kurzbesuch nicht ins Parteipolitische abdriften, wie er selbst betonte. Der Minister äußerte sich ganz konkret zu lokalen Schwerpunkten und Projekten, die auch über Ratingen hinaus von Bedeutung sind.
Vodafone-Projekt
Der Plan des Unternehmens, in Lintorf ein riesiges Campus-Projekt zu realisieren, gehört für Wittke zu den wichtigsten Vorhaben in NRW. „Vodafone ist für unser Land ein Schlüsselunternehmen“, betonte der Politiker. Architekt Dr. Peter Ropertz, der die Vorplanungen im Auftrag von Vodafone übernommen hatte, erläuterte das Projekt. Dass der Stadtteil und der Campus verkehrstechnisch besser angeschlossen werden müssen, ist für Wittke unstrittig. Ein eigener Autobahnanschluss an der A 524 sei unbedingt erforderlich. Insgeheim könnte sich Wittke sogar eine Vorfinanzierung durch Vodafone vorstellen – „wie es Bayer in Krefeld in einem ähnlichen Fall getan hat“. Zunächst werden in Lintorf 2500 Arbeitsplätze gebündelt – mit weiterer, deutlicher Expansions-Perspektive.
Sozialcharta und LEG-Verkauf
Wittke betonte, dass die vereinbarte Sozialcharta, die „in Deutschland ihresgleichen sucht“, mit Blick auf den Käufer Whitehall Investitionsverpflichtungen beinhalte. Die Vorgabe laute: 12,50 Euro pro Quadratmeter. „Und dass die Mieten steigen werden, hat nichts mit dem neuen Käufer zu tun“, so Wittke, dies sei ein ganz normaler Vorgang. Es gebe strenge vertragliche Vorgaben, an die sich der Käufer halten müsse. Es könne nicht sein, so Wittke, dass die Mieter in Wahlkampfzeiten verunsichert würden. Allein in West gibt es 2635 LEG-Wohnungen. Wittke betonte: „Wir haben beim Aushandeln der Sozialcharta auf einen dreistelligen Millionenbetrag verzichtet.“
Nachtflüge
„Jede Verspätung wird dokumentiert“, so der Minister (siehe Info-Kasten). Botschaft: „Die Airlines müssen sich für jede verspätete Landung rechtfertigen.“ Erfolge seien bereits erzielt worden mit einem spürbaren Rückgang der Fallzahlen. Nach dem Verspätungschaos am Flughafen mangels Fluglotsen habe er nun an den Bundesverkehrsminister geschrieben.
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