Ratingen: Beschwingter Auftakt
VON MELANIE MEYER - zuletzt aktualisiert: 04.08.2007Düsseldorf (RPO). Das Saxophonquartett Rheinklang eröffnete am Donnerstagabend das Burgfestival der Kulturstiftung Wasserburg Haus zum Haus vor ausverkauftem Saal.
Ausverkauft!
Alle Veranstaltungen des Burgfestivals sind bereits ausverkauft. Die nächsten Veranstaltungen im Konzertsaal: Montag, 3. September, „Solo für Bach“, und Samstag, 6. Oktober, ab 20 Uhr und „Selection“, Freitag, 2. November, ab 20 Uhr.
Karten gibt es ab Montag 3. September unter Tel. 99 24 17.
Informationen: www.wasserburg-zum-haus.de.
Was verbindet Händel mit einem Saxophon? Das Saxophonquartett „Rheinklang“ entführte das Publikum im ausverkauften Saal auf eine schwungvolle Reise durch die Musikgeschichte. Sebastian Eigenrauch (Sopransaxophon), Benjamin Junker (Altsaxophon), Alexander Knappmeyer (Tenorsaxophon) und Burkhard Schuchardt (Baritonsaxophon) eröffneten das diesjährige Burgfestival der Kulturstiftung Wasserburg Haus zum Haus.
Die vier jungen Musiker begeisterten nicht allein durch die Vielfalt von Werken ganz unterschiedlicher Genres sondern vor allem durch ihre Spielfreude. „Der Wettergott scheint diesen Saal zu schätzen“, sagte Dr. Christa Lambart, die sehr bedauerte, dass das Konzert auf Grund des unbeständigen Wetters nicht im Burghof stattfinden konnte. So wurde kurzerhand der Steinway in die Ecke geschoben und die vier Saxophonisten nahmen auf der Bühne des Konzertsaals Platz.
Eigenrauch und Knappmeyer studierten an der Folkwang Hochschule in Essen. Junker und Schuchardt in Düsseldorf an der Robert Schuhmann Hochschule. Sie sind heute als freischaffende Musiker und Musiklehrer tätig. Neben der Mitwirkung in Orchestern, Kammermusikensembles musizieren sie gemeinsam im Saxophonquartett Rheinklang. Sie überzeugten das Publikum mit ihrem abwechslungsreichen Programm und ihrer präzisen Darbietung. Nach einem wahren musikalischen „Feuerwerk“ von Georg Friedrich Händel, ehrten die vier das Werk „Premier Quatuor“ von Jean Baptiste Singelée auf eine höchst lebendige Weise. In den vier Sätzen bearbeitete der Komponist ein halbes Jahrhundert Musikgeschichte. Das Quartett tat es ihm an diesem Abend gleich. Vital, reich und zauberhaft betörend war ihre Umsetzung Giovanni Gabrielis barocker „Canzon Terza“. Dem folgend, setzte das Quartett dem entgegen die „Petit Quatour“ von Jean Francaix mit dem Schwung und der Lebensfreude der 20er Jahre. Glutvoll klang Astor Piazzollas Tango „Histoire du tango“. Immer neue Facetten kitzelten die Musiker aus dem romantisch-modernen Instrument. Auch Musikstücke George Gershwins und Kurt Weills gaben sie zum Besten. Sie bereicherten den Abend zwischen den Stücken durch kurze, informative Beiträge zur Musikgeschichte und ihren Instrumenten um dann mit einer mitreißenden Spielfreude den Bogen von der Bearbeitung klassischer Werke bis hin zum Jazz zu spannen.
Auch ohne Sonnenschein ein ausgelassener Festivalauftakt.
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