Homberg: Bezirksausschuss Homberg will Zentrum in Süd erhalten
VON JOACHIM PREUSS - zuletzt aktualisiert: 14.05.2008Düsseldorf (RPO). Im jüngsten Bezirksausschuss Homberg/Schwarzbach herrschte Einigkeit: Wenn im kommenden Jahr die evangelische Kirche ihr Gemeindezentrum aufgibt, muss es dort in irgendeiner Form weiter gehen. Andreas Hagemann, Geschäftsführer des Wichernheims, berichtete über seine derzeitige Arbeit: Er prüfe, ob es in Homberg Bedarf für betreutes Wohnen gebe. Klar sei nur, dass die Kirche nicht als Investor auftrete.
Bislang gibt es nur einen groben Zeitplan: Ende Juni 2009 soll das evangelische Gemeindezentrum aufgegeben werden. Schon jetzt „läuft“ im katholischen Heim nebenan kaum noch etwas. Dagegen ist beim evangelischen Nachbarn noch reges Leben: Ein Chor probt dort, es gibt Krabbelgruppen, die Übermittagsbetreuung findet dort statt, Seniorengruppen treffen sich zum Klönschnack. Nach etwa zweistündiger Diskussion stand für die Mitglieder des Ausschusses fest: In Süd muss ein Angebot für die Bürger aufrecht erhalten werden, betonte Vorsitzende Anne Korzonnek (SPD).
So wurde auf einstimmigen Antrag beschlossen: Die Verwaltung wird beauftragt, unter Einbeziehung der Kirchen ein Nachfolgekonzept für die bestehenden Einrichtungen zu erstellen. Punkt zwei: Das Konzept muss beinhalten, dass der Betrieb eines Begegnungszentrums auch nach dem 1. Juli 2009 gewährleistet ist.
In Homberg Süd sorgt man sich, dass es künftig keinen Ort der Begegnung mehr geben könnte. Wie mehrfach berichtet, wollen die beiden Kirchen ihre Zentren aus finanziellen Gründen schließen. Diskutiert wurde bereits der Verkauf der Grundstücke für lukrative Wohnbebauung. Doch darüber müsste der Rat entscheiden: Denn die Grundstücke wurden den Gemeinden seinerzeit gratis zur Verfügung gestellt mit der Maßgabe, sie für gemeinnützige Zwecke zu nutzen.
Noch heute erinnert man sich in Homberg daran, dass seinerzeit zum Beispiel die Deutsche Bauernsiedlung 750 000 D-Mark gezahlt habe, um dem als „arm“ geltenden Homberg die Gratis-Abgabe der Grundstücke überhaupt erst zu ermöglichen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum