Ratingen: Bitte ein Piratenschiff
VON JENNIFER BERNKOPF - zuletzt aktualisiert: 16.05.2008Düsseldorf (RPO). Der uralte Spielplatz am Hölenderweg in Eggerscheidt soll modernisiert werden. Gestern durften Kinder erste Vorschläge machen: Seilbahn, Klettergerüst, große Schaukel.
Eggerscheidt Noch sieht der Spielplatz am Hölenderweg in Eggerscheidt etwas trostlos aus. Die Spielgeräte sind alt und abgenutzt. Einige Geräte sind kaputt, andere sind schon nicht mehr da. Doch das soll sich bald ändern. Gestern trafen sich Vertreter der Stadtverwaltung auf dem Spielplatz, um den Startschuss für die Neugestaltung zu geben. Auch einige Kinder waren gekommen, um ihre ersten Ideen und Wünsche vorzutragen.
„Wir wollen den Spielplatz nach Kinderwünschen neu gestalten, deshalb wird es in zwei Wochen einen Workshop geben, bei dem die Kinder ihre Ideen basteln oder malen können“, sagte Michael Hansmeier vom Jugendamt. Viele kreative Ideen wurden schon gestern laut: Neben Klettergerüsten, Fußballtoren und neuen Schaukeln wünschen sich die Kinder auch ein Piratenschiff aus Holz und eine Seilbahn.
Realistische Vorschläge
„Es ist überraschend, dass die Vorschläge der Kinder sehr realistisch sind“, sagte Julia Schulz, die mit Michael Baaske (Jugendamt) den Workshop leiten wird. „Natürlich kommen auch mal Vorschläge wie eine Geisterbahn oder ähnliches. Aber die meisten Ideen können am Ende umgesetzt werden.“ Von den alten Spielgeräten wird nicht mehr viel übrig bleiben. „Das meiste muss abgerissen werden, damit es genug Platz für die neuen Spielgeräte gibt“, sagte Achim Kramer vom Amt für Grünflächen und Umweltschutz, „natürlich müssen auch die Treppen und die Schilder neu gemacht werden.“
In den vergangenen fünf Jahren wurden bereits 35 Spielplätze in ganz Ratingen neu gestaltet. Noch vor den Sommerferien soll der Stadt eine neue Fünf-Jahresliste vorgelegt werden. „Wir haben uns bei der Neugestaltung vor allem auf Spielplätze konzentriert, die veraltet sind und in deren Gegend eine hohe Kinderquote ist“, so Hansmeier.
65 000 Euro stehen für die Umgestaltung des Spielplatzes am Hölenderweg zur Verfügung. Nach den Sommerferien sollen die etwa dreiwöchigen Bauarbeiten beginnen. Doch bis dahin müsse noch vieles geklärt werden. Hansmeier: „Wenn alle Vorschläge im Workshop gesammelt wurden, geht eine Liste mit Ideen an das Amt für Grünflächen und Umweltschutz. Das leitet dann alles weiter an ein Ingenieurbüro, das einen ersten Vorschlag für die Gestaltung macht. Der wird dann noch einmal mit den Kindern abgestimmt.“ Erst dann könne eine öffentliche Ausschreibung für den Bau des Spielplatzes gemacht werden. Zur Einweihung soll es ein Fest geben. „Dabei können alle Kinder, die sich bei der Neugestaltung engagiert haben, den Spielplatz als erste nutzen“, so Hansmeier.
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