Ratingen: Bürger feiern ihren Schatz
VON NORBERT KLEEBERG UND PETRA WILLNAUER - zuletzt aktualisiert: 13.08.2007Düsseldorf (RPO). Es war ein perfekter Sommertag für den Jubilar, den zahlreiche Gäste hochleben ließen. Höhepunkt am Samstagabend: Tafeln und Tanzen im Poensgenpark, dessen Gründung sich zum 100. Mal jährt.
Der Herr Kommerzienrat wäre bester Laune gewesen, hätte bestimmt frohlockt angesichts der traumhaften Kulisse, die sich am Samstagabend auftat: Tafeln und Tanzen im Poensgenpark, in jenem Kleinod, das eben der Düsseldorfer Industrielle Carl Poensgen (1838 bis 1921) einst begründete. Poensgen hatte das Grundstück von Moritz Brügelmann im Jahr 1906 erworben. Unter dem Gartenarchitekten Reinhold Hoemann verwandelte sich das einstige Wiesen- und Ackerland nach und nach in einen einzigartigen Landschaftspark nach englischem Vorbild.
Doch zurück zur Gegenwart: Unter den Klängen der Capella Amalfi durften die Gäste, allen voran Ehrenbürger Ferdinand Trimborn, einen entspannenden Abend verbringen – passend zur Natur, die für Ratinger und Gäste aus der Region immer auch einen willkommenen Rückzug bieten soll. Ein Sonderlob hatte sich Manfred Fiene verdient, dem diese Feierlichkeiten auch eine Herzensangelegenheit waren. Fiene weiß, dass der Poensgenpark ein unermesslich wertvoller Kulturschatz ist. Und so freute sich der Leiter des Grünflächenamtes im Stillen über die kleine Laudatio seines Chefs, Bürgermeister Harald Birkenkamp. Die griffige Botschaft: Dieser Manfred Fiene gehört schon zu den besten Kräften in der Verwaltung. Der so Gelobte selbst hob hervor: „Tafeln und Tanzen im Park ist auch eine der wenigen Veranstaltungen, bei der wir unsere Gäste zur Kasse gebeten haben. Alle weiteren 18 Veranstaltungen waren und sind kostenlos.“
An den festlich dekorierten Tischen speisten Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Verwaltung: Die Poensgen-Gastronomie hatte ein Candle-Light-Buffet aufgefahren, von dem kaum etwas übrig blieb. Serviert wurden mediterrane Antipasti, Schweinelende auf Aprikosenschaum, Lachscanneloni in Tomatensugo – um nur einige der geschmacklichen Highlights zu nennen.
Unter den gut gelaunten Fest-Besuchern: Balcke-Dürr-Vorstand Claus Brinkmann, Kreisdirektor Martin Richter und Lothar Diehl, Fraktionschef der Bürger-Union. Wer Lust hatte, Kalorien abzutanzen, der hatte die Gelegenheit, im Park auf Holzbohlen zu schweben. Schließlich musste das gepflegte Grün des Jubilars geschont werden.
Zu Speis und Trank spielte das Ensemble noch leichtere, unaufdringliche Musik. Der Abend sollte vor allem auch zum Tanzen Gelegenheit bieten. „Unser Programm sollte mit Stücken wie ‚Das blonde Kehlchen‘ oder ‚Spatzen auf dem Dach‘ zum Tanzen anregen und die in Zwanziger Jahre entführen“, so Violinist Thomas Bauer.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum