Lintorf: Die Lintorfer Brücke kommt
VON NORBERT KLEEBERG - zuletzt aktualisiert: 18.07.2008Düsseldorf (RPO). Großer Bahnhof am Bahnübergang Tiefenbroicher Straße: Ewald Vielhaus, Fraktionsvorsitzender der Christdemokraten, hatte neben Linforfer Kollegen den designierten Bürgermeister-Kandidaten Stephan Santelmann und den Planungsdezernenten Dr. Ulf-Roman Netzel zum Erörterungstermin geladen.
Vielhaus betonte nach einem gestrigen Gespräch mit einem Mitarbeiter der Bezirksregierung: „Die Lintorfer Brücke kommt.“ Was im Übrigen auch Bürgermeister Harald Birkenkamp in einer Meldung später bestätigte.
Das, worauf die Bürger jahrzehntelang gewartet haben, erläuterte Netzel noch einmal im Detail. Der Bahnübergang Tiefenbroicher Straße soll geschlossen werden, wenn das neue Brückenbau-Werk steht. Nachdem das Bundesverkehrsministerium die so genannte Kreuzungsvereinbarung unterschrieben hat, steht dem Projekt nichts mehr im Wege. Jetzt geht es aber vor allem ums Geld. Wie die RP bereits berichtete, wäre die Stadt Ratingen bei dem 3,7 Millionen Euro teuren Projekt mit einem Eigenanteil von rund 430 000 Euro dabei. Laut Netzel könnte die Brücke Ende 2010 stehen. Geplant ist auch, parallel zur Bahn eine Straße (Bypass) zu legen, der an die Krummenweger Straße anschließt.
Vielhaus will – wie der CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Wilhelm Droste auch – ein weiteres Projekt anstoßen, und zwar die Unterführung am Konrad-Adenauer-Platz. Dort seien, so räumte Netzel ein, Land, Bund und Bahn die verantwortlichen Partner. Die Kreuzungsvereinbarung für diesen Bereich sei allerdings noch nicht entschieden, Das Genehmigungsverfahren dafür werde vor Ende 2009 nicht beendet sein, meinte Netzel. „Man könnte jedoch den Anteil des Landes, wie bei anderen Projekten auch, vorfinanzieren“, betonte Vielhaus. Unterdessen hat Bürgermeister Harald Birkenkamp in einem Schreiben an Verkehrsminister Oliver Wittke und Droste mit Blick auf die Lintorfer Brücke darum gebeten, „die Genehmigung zum vorzeitigen Baubeginn“ zu beschleunigen. Die Mittel seien im Haushalt eingestellt. Eine Vorfinanzierung des Landeszuschusses sei möglich, betonte Birkenkamp.
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